UFA plant Serie über die dunkle Seite des Journalismus

12
15
Bild: Destina - Fotolia.com
Bild: Destina - Fotolia.com
Anzeige

Gute Zeiten für Serienfans: Neben der ARD/Sky-Krimiserie „Babylon Berlin“ steht mit „Giftschrank“ die nächste deutsche Produktion in den Startlöchern. Die Geschichte über die Welt des Boulevard-Journalismus hat dabei große Vorbilder im Hinterkopf.

Die deutsche Serien-Landschaft scheint langsam aus einer Art Dornröschenschlaf zu erwachen. Angesichts der produktiven und qualitativ hochwertigen Serienmacher aus den USA und Großbritannien wagen sich auch hierzulande verstärkt Autoren und Produzenten an in Serienform erzählte Geschichte. Nach „Deutschland 83“, „Club der roten Bänder“ und der kurz vor dem Drehstart stehenden ARD/Sky-Koproduktion „Babylon Berlin“ kündigt die UFA eine weitere Serie an, die sich mit den Dramen hinter den Kulissen einer Boulevard-Zeitung auseinandersetzen will.

Das bisher unter dem Arbeitstitel „Giftschrank“ stehende Projekt wird aktuell von Ex-Sat.1-Chef Joachim Kosack und Markus Brunnemann (unter anderem „Verliebt in Berlin“) entwickelt. Als wichtigster Partner agiert dabei Philipp Jessen: Der aktuelle Chefredakteur von „Stern Online“ kennt sich aus seiner Zeit bei „Gala“, „Bravo“ oder „Vanity Fair“ mit den Mechanismen des Boulevard-Journalismus bestens aus. Daher weiß Jessen auch: „Der Boulevard ist ein glitschiges Parkett. Wer sich dort nicht auskennt, rutscht aus. Und fällt hart.“
 
Den fasznierenden Kampf um die größte Schlagzeile will „Giftschrank“ dabei ebenso beleuchten wie die Macht, die der fiktive Chefredakteur Alexander Mann mit den Geschichten besitzt, die nicht im Blatt, sondern im „Giftschrank“ landen. Und somit auch Antworten auf die Frage liefern, was die Story mit der Wahrheit zu tun hat und welchen Preis Journalisten und Prominente für die nächste große Story bereit sind zu zahlen.
 
Dabei orientiert sich die UFA Fiction an nicht gerade kleinen Vorbilern, soll „Giftschrank“ doch eine Mischung aus der erfolgreichen Netflix-Produktion „House of Cards“ und „Kir Royal“ werden. Mit dem deutschen Serienklassiker aus dem Jahr 1986 gemein hat „Giftschrank schon einmal die Länge, sollen doch auch die neue Serie aus sechs Episoden bestehen, die jeweils 45 Minuten lang werden sollen. Wo und wann und ob „Giftschrank“ überhaupt ausgestrahlt wird, ist bisher aber noch unklar. [buhl]

Bildquelle:

  • Inhalte_Fernsehen_Artikelbild: Destina - Fotolia.com

12 Kommentare im Forum

  1. Die TV-Krimireihe „Babylon Berlin“ soll ab April größtenteils in Babelsberg gedreht werden. 40 Millionen Euro und eine neue Außenkulisse im Studio sind dafür notwendig. Eine Folge soll insgesamt 2,5 Millionen Euro kosten. „Babylon Berlin“ aus Potsdam: Start in ein neues Serien-Zeitalter in Babelsberg - Neueste Nachrichten aus Potsdam Tja, klotzen und nicht kleckern ! Schon deshalb, weil es ja auch nur das Geld der anderen Leute ist, was für diesen Propaganda-Schrott verbrannt wird . (n)
  2. Das ist schon heftig. ARD und Sky (Beides PayTV) arbeiten also zusammen. Dann können die ja auch gleich einen Verschlüsselungs-Deal abschließen, um ARD und ZDF endlich mal abzudichten. Die ÖR-PayTV-Sender sind offen wie ein Scheunentor.
Alle Kommentare 12 im Forum anzeigen

Kommentieren Sie den Artikel im Forum