„Vater“ der Mainzelmännchen mit 84 Jahren gestorben

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Bild: Destina - Fotolia.com
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„Gud’n Aaamd“ – Millionen hat er mit seinen Trickfilmfiguren zum Lachen gebracht: Wolf Gerlach, der Schöpfer der Mainzelmännchen. Nun ist er im Alter von 84 Jahren gestorben.

Trauer beim ZDF: Der „Vater“ der Mainzelmännchen, der Grafiker Wolf Gerlach, isttot. Er starb in der Nacht zum Montag im Alter von 84 Jahren imniedersächsischen Bad Zwischenahn, wie der Fernsehsendermitteilte. Gerlach hatte die Trickfiguren zum Sendestart des ZDF vorfast 50 Jahren – am 1. April 1963 – entwickelt. Seitdem tauchen Anton, Berti,Conni, Det, Edi und Fritzchen in lustigen Kurzfilmchen zwischen den einzelnenWerbespots im Vorabendprogramm auf. Scherzhaft werden sie als die dienstältestenMitarbeiter des Senders bezeichnet. Seit dem Start wurden laut Sender etwa 45000 Filme mit den kleinen Spaßmachern, die heute anders aussehen als früher,produziert.

Gerlach, der am 17. April 1928 im pommerschen Stolp geboren wurde, wuchs auf derNordseeinsel Langeoog auf. Nach Stationen als Bühnenbildner in Oldenburg undBraunschweig wurde er Anfang der 60er Jahre Filmarchitekt in Wiesbaden unddrehte Werbefilme. Für das ZDF erfand er 1963 die Zipfelmützen-Kobolde, die ihnberühmt machten. Einen Liebling hatte er nicht: „Ich bin ein guter Vater, ichliebe meine Kinder alle gleich“, hatte er zu seinem 80. Geburtstag im Jahr 2008gesagt.
 
„Mit Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen bleibt ereinem Millionenpublikum in Erinnerung“, hieß es in der am Montag verbreitetenWürdigung des Senders. Gerlach habe dem ZDF mit den Mainzelmännchen „Sympathieträger geschenkt, die als ‚zeitlose Entspannungsphilosophen'“unverwechselbar seien.
 
Was schon vorher geplant war: Von diesemDienstag an stehen die sechs kleinen Maskottchen-Stars im Fokus einerZDF-„Roadshow“, die in Frankfurt beginnt. Dabei geht es um die Vorstellung desWerberahmenprogramms 2013. Besucher können die Macher von Anton, Berti, Conni,Det, Edi und Fritzchen dabei kennenlernen – und Porträtzeichnern über dieSchulter schauen. Weitere Stationen sind München, Düsseldorf und Hamburg. [dpa]

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