Venezuelas Präsident Maduro beginnt neue TV-Show

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Venezuela TV
© alexlmx via stock.adobe.com

Venezuelas autoritär regierender Staatschef Nicolás Maduro hat eine neue wöchentliche Fernsehshow mit ihm als Moderator gestartet.

Es beginne damit eine neue Etappe der Kommunikation und der „ideologischen und ethischen Revolution“, sagte er bei der Premiere der etwa zweistündigen Sendung „Con Maduro +“ (Mit Maduro mehr) am Montagabend (Ortszeit) im staatlichen Sender VTV.

Der 60-Jährige stellte auch eine mit künstlicher Intelligenz geschaffene Co-Moderatorin namens „Sira“ vor, laut Medienberichten eine Anspielung auf Apples Sprachassistenzsoftware Siri. Damit wolle er unterstreichen, dass das südamerikanische Land bei der technologischen Entwicklung zur Avantgarde zählen müsse.

Maduro ist schon seit Jahren mit Radio- und TV-Sendungen sowie in sozialen Netzwerken des Krisenstaates präsent. Die Opposition wirft ihm vor, Staatsmedien für Propagandazwecke zu missbrauchen.

Maduro feiert Jubiläum

Maduro, der Militär und Polizei auf seiner Seite hat, feiert in diesem Monat das Jubiläum seines ersten Wahlsiegs im April 2013. Nach dem Tod seines Vorgängers Hugo Chávez war er im März 2013 als Interimspräsident vereidigt worden. Bei einer vorgezogenen Neuwahl wurde er einen Monat später mit knapper Mehrheit zum Staatschef gewählt.

Im Mai 2018 wurde er dann bei einer umstrittenen Wahl im Amt bestätigt. Zahlreiche Staaten, internationale Organisationen und die venezolanische Opposition bezeichneten den Wahlprozess als undemokratisch. Die nächste Präsidentenwahl steht im Frühjahr 2024 an. Einen Termin gibt es noch nicht.

Maduros Amtszeit ist von einer schweren Wirtschaftskrise, hoher Inflation, massiver Auswanderung, internationalen Sanktionen und heftigen Protesten gegen seinen autoritären Regierungsstil geprägt. Venezuela ist zwar eines der Länder mit den größten Ölreserven der Welt. Wegen Sanktionen seitens der USA, Misswirtschaft und Korruption ist aber unter anderem das Benzin knapp. Mehr als sieben Millionen Menschen haben das Land nach UN-Angaben in den vergangenen Jahren wegen Armut und Gewalt verlassen.

Text: dpa/ Redaktion: JN

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