Veranstalter der Mediatage Nord stellen Programm vor

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Die Mediatage Nord stehen in diesem Jahr unter dem Leitthema „Lebenswelten – smart & vernetzt“. 25 Veranstaltungen beleuchten den digitalen Alltag aus dem Blickwinkel von Medien und Wirtschaft.

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So dreht sich an zwei Tagen in Kiel alles um Gesundheitswesen und Pflege. Zur Begründung sagte Bernd Bösche, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH: „Unsere Gesellschaft altert, aber mit dem demografischen Wandel bleibt nichts beim Alten. Neue, digitale Assistenten werden uns noch mehr als heute im Beruf und Alltag unterstützen.“ Und weiter gibt Bösche zu Bedenken: „Heute ist es die Einparkhilfe im Auto, das ‚Internet to Go‘ auf dem Smartphone oder der programmierbare Backofen – morgen die virtuelle Arzthelferin, die den Blutdruck misst, das intelligente Haus, das Notfälle seiner Bewohner meldet oder der Rollstuhl, der selbstständig Hindernissen ausweicht. Zeit für die Unternehmen sich jetzt mit den Anforderungen auseinanderzusetzen und sich für diesen Zukunftsmarkt zu positionieren.“ Stoff zum Diskutieren gebe es da genug.
 
Der Schwerpunkt der Industrie-und Handelskammern liegt bei den Themen E-Government und elektronischer Geschäftsverkehr. „Einfacher ist einfach besser, auf diese Formel lässt sich vielleicht das Bestreben bringen, dass diese Entwicklung antreibt“, erklärte Dr. Jörn Biel, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Schleswig-Holstein.

Ebenfalls vertreten ist die Medienanstalt Hamburg-Schleswig-Holstein. Ihrem stellvertretenden Direktor, Dr. Wolfgang Bauchrowitz, liegt vor allem das Thema Raubkopien am Herzen: Längst diene das Internet nicht allein als zusätzliche Vermarktungsplattform für Kinofilme und TV-Produktionen, zunehmend kursierten dort in großem Umfang Raubkopien. Jedoch nur dann, wenn es innerhalb der Bevölkerung die Akzeptanz und Bereitschaft gebe, für qualitativ hochwertige Filmangebote zu zahlen, könnten diese auch in der Zukunft von Pay-TV-Veranstaltern angeboten werden. „Auch im digitalen Zeitalter müssen probate Mittel zum Schutz vor Filmpiraterie im Netz gefunden werden, um erstklassige Filmangebote weiterhin einem breiten Publikum zur Verfügung stellen zu können. Deshalb hat sich die MA HSH ganz bewusst entschieden, dieses Themenfeld auf den Mediatagen Nord 2010 zu platzieren und die Veranstaltung ‚Piraten im Netz – sind geklaute Filme schöner?‘ auszurichten“, so Bauchrowitz.
 
„Neue Techniken und Medienkompetenz sind nicht nur eine Notwendigkeit, wenn wir digital leben, sie erweitern auch unsere Möglichkeiten“, ist sich Peter Willers, Leiter des Offenen Kanals Schleswig-Holstein (OKSH) sicher. „Smarte Geräte brauchen auch smarte Bürgerinnen und Bürger. Damit die Technik nicht den Menschen beherrscht, schult der Offene Kanal interessierte im Umgang mit den neuen Medien.“ Dem OKSH liege dabei der praktische Umgang mit Medien besonders am Herzen. Sowohl Jugendliche als auch ältere Menschen könnten von den neuen Möglichkeiten profitieren. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Medienerziehung.
 
Hinter den Mediatagen Schleswig-Holstein stehen die IHK Schleswig-Holstein, die Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein, die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH und der Offene Kanal Schleswig-Holstein (OKSH). Die Veranstaltung findet bereits zum zehnten Mal statt. [mw]

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