VoD-Monitor 2016: Serien vor Kinofilmen

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Video-on-Demand-Portale haben die Medienwelt verändert. Wie stark sie diese verändert haben, zeigt eine aktuelle Studie. Darin gehören Netflix und Serien zu den Gewinnern.

Goldmedia hat sich im Rahmen des VoD-Monitors 2016 erneut der Nutzung der Video-on-Demand-Plattformen und der damit verbundenen Zahlen gewidmet. Im Prinzip bestätigen sich zahlreiche Vermutungen und Trends, die bei aufmerksamer Betrachtung der Medienlandschaft ins Auge stechen.

Unter die Lupe genommen wurden Medienkonsumenten ab 14 Jahren. Die meisten Nutzer kostenpflichtiger VoD-Angebote sind unter 40 Jahren und gehören zu den besser verdienenden Konsumenten. Die jüngsten Nutzer hat Netflix. Die beliebte Streamingplattform wird zu 51 Prozent von Abonnenten unter 30 Jahren genutzt. Von den Amazon-Nutzern sind lediglich 35 Prozent unter 30 Jahre alt. Sky hingegen wird hauptsächlich von den älteren Generationen genutzt. 46 Prozent der Sky-VoD-Nutzer sind über 40 Jahre alt.

Eine Rolle spielt das Alter auch bei der Art des Konsums. Während 40 Prozent der Nutzer die Angebote über die Websites beziehen und 23 Prozent lieber auf die mobile App zurückgreifen, zeigt sich bei der Jugend genau das Gegenteil. 47 Prozent der 14- bis 17-Jährigen schauen vorzugsweise per App.

Die repräsentative Studie bestätigt aber noch eine Entwicklung. Serien werden immer beliebter. Filme sind hingegen häufig abgeschlagen. So schauen sich 70 Prozent der Nutzer Serien an, allerdings nur 54 Prozent Kinofilme. Bei Netflix und Amazon fallen die Unterschiede noch deutlicher aus. 82 bzw. 74 Prozent führen sich hier Serien zu Gemüte.

Damit einher geht auch das Binge Watching. 81 Prozent der Nutzer sind länger als eine Stunde auf Pay-VoD-Angeboten unterwegs. 10 Prozent kommen kaum unter 3 Stunden weg. Vor allem bei Netflix wird gebinged. Auf die Streamingplattform gtreifen 34 Prozent der Nutzer täglich zu. Amazon, Sky und maxdome müssen sich mit einem „mehrmals wöchentlich“ begnügen. [nis]

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1 Kommentare im Forum

  1. Das man weitaus mehr Serien als Filme bei den Streaming-Anbietern guckt, dürfte auch an dem Angebot liegen – wenn dort Filme überhaupt mal ankommen, dann sind sie gut abgehangen. Serien werden dagegen oft extra dafür produziert, oder sind zumindest noch frisch.
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