„Wiso“ heute im ZDF: Kaum Preissenkung im Online-Handel

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© obs/ZDF/Jana Kay
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Die Mehrwertsteuersenkung zum 1. Juli soll Kunden in die Geschäfte locken und so den Konsum in der Coronakrise ankurbeln. Doch geben die Händler die Ersparnis weiter und senken die Preise? Das ZDF-Magazin „Wiso“ hat recherchiert.

Rund 3.000 Produkte und 1,8 Millionen Preispunkte im Online-Handel hat „Wiso“ übere Wochen beobachtet, um die Auswirkung der Mehrwertsteuersenkung auszuwerten. Das Ergebnis: Nur rund ein Viertel aller beobachteten Angebote sank mehrwertsteuerbedingt, fast drei Viertel blieben gleich oder wurden sogar teurer. „WISO“ berichtet heute, 6. Juli, um 19.25 Uhr.

Ein anderes Bild ergaben Stichproben im stationären Handel: Dort senkten die großen Warenhäuser, Baumärkte und Elektrohändler die Preise entsprechend. Der Leiter der Studie, Clemens Vest, sieht sich bestätigt, dass der Online-Handel im Gegensatz zum stationären Handel nicht auf den Impuls der Mehrwertsteuersenkung angewiesen war: Die Dynamik sei ohnehin hoch, so dass die Preise immer stark schwankten. Dennoch rechnen Experten wie der Professor für Marketing und Strategie an der WHU Vallendar, Martin Fassnacht, damit, dass der Handel von der Mehrwertsteuersenkung profitiert: „Eine Senkung des Preises ist was Positives für den Verbraucher. Das kann dazu führen, dass der Konsum angeregt wird“, so Fassnacht in „Wiso“. 

Für die Studie wurde ein zufälliger Warenkorb aus rund 3.000 Produkten verschiedener Kategorien zusammengestellt wie zum Beispiel: Baumarkt, Elektronik, weiße Ware, Küchengeräte, Kosmetik, Spielzeug etc. Eine Preissenkung ab 1. Juli für regulär besteuerte Produkte durch die Mehrwertsteuersenkung würde rund 2,59 Prozent betragen, somit wurde eine Mindestsenkung von 2 Prozent als mehrwertsteuerbedingte Preisanpassung anerkannt.

31 Kommentare im Forum

  1. Bei EDEKA haben wir schon beobachtet, daß einiges sogar teurer, weil vorher die Preise erstmal erhöht wurden, nur um dann so tun zu können, daß die Preise gesenkt wurden durch die Mehrwertsteuersenkung.
  2. Die Öffis, sowieso schon mit Milliarden gemästet, erhöhen fleißig die Gebühren. Aber Zeigen dann mit dem Finder auf andere
  3. Ich habe es schon x-mal geschrieben: Ohne die ÖR würde die Verblödung der deutschen Bevölkerung ähnlich schlimm umsich greifen wie in den USA! Wenn es nach mir ginge, dann wären freie Privatsender verboten! Als Pay-TV von mir aus. Die ÖR können nicht alles übernehmen. Aber die, welche sich von den Privatsendern bekloppt machen oder halten lassen, sind meist auch die, welche sich kein Pay-TV leisten können. Die würden dann also nicht mehr an dieses Verblödungsfernsehen rankommen und würden vielleicht wieder mehr ihr Hirn benutzen. Und andererseits würde das Privat-TV auch evnt. besser werden, weil keine sinnlosen Sendungen wie Mitten im Leben oder ähnliches mehr laufen würde. Eine Win-Win-Situation quasi.
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