Wolfram Kons macht 20 Jahre „Radio mit Bildern“

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Bild: Destina - Fotolia.com
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20 Jahre Bildschirmpräsenz – das ist schon bei ARD und ZDF eine Marathonstrecke, im Privat-TV noch einmal gefühlt das Doppelte: Solange macht Wolfram Kons bereits seinen Job als Frühmoderator bei RTL.

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Am 30. September auf den Tag genau vor 20 Jahren saß der heute 47-jährige Journalist, einer der ältestgedienten im privaten Informations-TV, zum ersten Mal für RTL in der Sendung „Guten Morgen Deutschland“ vor der Kamera (heute heißen die Formate „Punkt 6“ und „Punkt 9“). Seitdem ist er der Frühaufsteher Nummer eins beim Kölner Privatsender, oder kurzum der „Godfather of Morningshows“, wie bei RTL auf den Fluren schon gern einmal gescherzt wird.
 
Immer am frühen Morgen im TV – nervt das nicht auf die Dauer? „Ich fühle mich beruflich keineswegs als Sitzenbleiber“, sagte der gebürtige Düsseldorfer der Nachrichtenagentur dpa. „Im Gegenteil: Morgens ist die Themen-Bandbreite die größte, wir sind aktuell, haben Gäste, Live-Action und Spaß.“ Etwas Besseres könne er sich nicht vorstellen. Und was passiert in noch einmal 20 Jahren? „Vor 20 Jahren wusste ich nicht, wo ich in 20 Jahren stehen würde, deswegen kann ich es heute genauso wenig voraussagen“.

Macht die Konkurrenz durch das Internet nicht auch im Frühstücks-TV Änderungen notwendig? „Da muss man aufpassen: Gerade morgens ist die Welt der meisten Menschen durchgetaktet“, sagt Kons. „Während sie noch die Zahnbürste im Mund haben, nehmen wir ihnen viele Dinge ab. Wir liefern Radio in Bildern. Das wollen die Leute, und wir bieten ihnen das.“ Änderungen seien bei der „sensiblen Konsumentensituation“ schwierig, wenn dann „evolutionär, nicht revolutionär“.
 
Entdeckt wurde Kons 1991, als er als junger Reporter erstmals live für RTL vom August-Putsch gegen Präsident Gorbatschow aus Moskau berichtete. Danach führte ihn sein Weg rasch ins Frühstücksfernsehen. Ab und zu moderierte er auch mal eine Show („Perfect Day“, „Einer gegen hundert“), später wurde er Charity-Beauftragter des Senders und führt durch Veranstaltungen wie durch den 24-Stunden-Spendenmarathon im November. Zwischendurch war Kons auch mal Pressesprecher bei RTL.
 
Mit dem Aufstehen in aller Früh mag er aber immer noch nicht so recht vertraut werden. „An das Aufstehen um 3 Uhr gewöhnst Du Dich nie“, sagte er in einem Gespräch mit RTL. „Gott sei Dank, denn an sendefreien Tagen schlafe ich ganz normal. Ich lebe einfach gegen alle Rhythmen: Biorhythmus, Gesellschaftsrhythmus, Lichtrhythmus, Schlafrhythmus. Aber auch gegen den Verkehrsrhythmus, und das spart viel kostbare Zeit“.
 
Und was hat sich seit 1991 verändert? „Heute habe ich ein paar Haare weniger und ein paar Kilo mehr“, sagt Kons. „Aber das Lebensgefühl ist das gleiche geblieben. Ich liebe meinen Job, gehe jeden Morgen mit Neugier und Vorfreude in den Sender, nur noch etwas entspannter als vor 20 Jahren. Und ich gehe weiter eher nachmittags ins Kino und dafür abends früh ins Bett“. [Carsten Rave]

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