Youtube-Blogger kritisiert TV-Nachrichten

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Videoblogger Florian Mundt alias LeFloid hält die übliche Aufbereitung von Nachrichten im Fernsehen für ungeeignet, um ein junges Publikum anzusprechen.

Seine überwiegend jugendlichen Zuschauer „wollen sich nicht hinsetzen und wie bei der ‚Tagesschau‘ in 15 Minuten zehn Themen reindrücken lassen, von denen sie die Hälfte bis zum ‚Tatort‘ wieder vergessen haben“, sagte Mundt dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Der 27-Jährige ist ein erfolgreicher deutscher Youtube-Blogger. Seine Videos, in denen er Nachrichten kommentiert, erzielen regelmäßig mehr als eine Million Abrufe.

Er selbst verbringe jeden Tag anderthalb bis zwei Stunden damit, einen Teil der 15 000 Zuschauerkommentare und 3 000 E-Mails zu beantworten, die ihn nach eigenen Angaben täglich erreichen. Sein Status als Teenager-Idol hat aber auch Nachteile. „Wenn ich in den Sommerferien in Berlin unterwegs bin und in die dritte Schülergruppe renne, aus der jeder ein Foto mit mir will“, nerve seine Bekanntheit, so Mundt. Er sei schon mehrmals aus einem Geschäft geworfen worden, weil er einen Massenauflauf verursacht habe.
 
Zu seinem Ausstieg bei der Kölner Vermarktungsfirma Mediakraft sagte Mundt: „Ich war unzufrieden mit der erbrachten Leistung und habe mich nicht wohlgefühlt. Die finanziellen Konditionen haben eine Rolle gespielt. Aber dass wir uns endgültig getrennt haben, lag auch an persönlichen Differenzen.“[dpa]

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19 Kommentare im Forum

  1. AW: Youtube-Blogger kritisiert TV-Nachrichten Tja liebe ÖR'ler, während ihr über die "Jugend zu gewinnen" redet und es euch partout nicht gelingt diese zu bekommen, werden zahllose Kritiken und Vorschläge von euch ebenso partout ignoriert. Wenn man schon etwas vom Kuchen einer Zielgruppe bekommen möchte, sollte man nicht so stur seine eigenen Konzepte durchzudrücken versuchen, sondern auf die Kritiken der umworbenen Zielgruppe eingehen und reagieren. Aber das ist ja nicht gewollt, man will lieber selber lenken und manipulieren, will aber genauso partout nicht eingestehen, dass es nicht gelingt. Also bin ich gespannt, ob das sogenannte Jugendangebot überhaupt einen nennenswerten Erfolg in der Zielgruppe einfahren wird. Ich bezweifel das, wenn es nicht gelingt auf die Vorschläge und Kritiken zu reagieren. Wenn eine Zielgruppe so mit falschen Konzepten umworben wird und es seit Jahren nicht gelingt, frag ich mich warum man nicht auf die Kritiken eingeht? Entweder ist es nicht gewollt, oder aber man will nur Schlagzeilen produzieren,dass man sich doch redlich um diese Zielgruppe bemüht. Leute, regelt mal den Rundfunkstaatsvertrag richtig und bessert den nicht immer Zeile für Zeile nach, dann klappt es auch mit richtigen Konzepten bei der Zielgruppe, die auch vertraglich und gesetzlich valide sind. Alles andere ist nur Herumtänzelei und wird bei der Zielgruppe nicht ankommen! Tolle Medienleute sind das, die studiert haben und als Marktexperten gelten, aber eben diesen Medienmarkt seit Jahren nicht verstehen wie man bei einer bestimmten Zielgruppe auch mal erfolgreich wird.
  2. AW: Youtube-Blogger kritisiert TV-Nachrichten Die sehen das alles aus einem geschäftlichen Winkel heraus. Nur ist ihr Geschäftsfeld in diesem Bereich am schlechtesten geführt und es ist für die schwierig den Spagat zwischen alt und jung hinzubekommen. In den Vorständen sind die meisten doch jenseits der 50, wenn nicht gar im Schnitt zwischen 55 und 60. Das ist schon einige Jahrzehnte weg von der Jugend und die entwickelt sich auch von Generation zu Generation anders. Da kann man nicht erwarten dass quasi die Eltern oder Großeltern wissen was so trendy ist. Also die haben es schon nicht leicht. Deswegen sollte es mehr Durchmischung in Führungsebenen geben und die Jugend auch mal anhören und ernst nehmen. Nur die älteren wähnen sich mit ihrer Erfahrung überlegen. Doch genau deswegen scheitern sie auch bei den Jüngeren. Da beist sich die Katze in Schwanz. Sinnvoll wäre es von gleichaltrigen (annähernd zumindest) analysiert zu werden, die es auch mal aus der Konsumer-Perspektive betrachten können und nicht immer von der Seite was gut fürs Geschäft ist. Es muss beides passen und das ist aus dem Fokus geraten. Bei den ÖR war das allerdings nie wirklich im Fokus. Wenn man es aber ändern will, dann muss man sich auch in der Führungsstruktur verjüngen und nicht nur vor der Kamera.
  3. AW: Youtube-Blogger kritisiert TV-Nachrichten Eventuell ist die Zielgruppe von diesem YouTube-Menschen auch nur zu dumm um die Nachrichtensendungen von ARD und ZDF verfolgen und verstehen zu können und der Anspruch zu hoch und die RTL II "Nachrichten" wohl besser für diese "Null Bock auf Wissen"-Zielgruppe geeignet?
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