ZDF-Dokumentation über Tod von Lady Di

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Hamburg – Seit Diana, Prinzessin von Wales, Ende August 1997 bei einem mysteriösen Verkehrsunfall in Paris ums Leben kam, haben die Spekulationen um ihren Tod nicht aufgehört.

Obwohl eine offizielle Untersuchung Ende 2006 zu dem Ergebnis kam, dass es eindeutig ein Unfall war, glauben viele Menschen nach wie vor an ein Mordkomplott. Insbesondere der Vater von Dianas Begleiter Dodi Al Fayed vertritt diese These, die derzeit in London in einer gerichtlichen Untersuchung überprüft wird. In dem Dokumentarfilm „Dianas Tod – Mythos und Wahrheit“ fasst das ZDF an diesem Dienstag (20.15 Uhr) gesicherte Tatsachen und Spekulationen zusammen.

Der plötzliche Tod der damals 36 Jahre alten „Lady Di“ löste weltweit Betroffenheit aus. Für viele Menschen war das Ereignis so unfassbar, dass sie jeder offiziellen Darstellung des Geschehens misstrauten. Nach der amtlichen Feststellung einer eigens eingesetzten Ermittlungskommission hatte Dianas Fahrer mit über 1,7 Promille Alkohol im Blut und unter Medikamenteneinfluss die gepanzerte Limousine der Prinzessin in einem Straßentunnel mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Pfeiler gesteuert. Der Fahrer, Al Fayed und Diana kamen ums Leben.
 
Schon 13 Minuten nach der offiziellen Todesmeldung wurde die erste Verschwörungstheorie ins Internet gestellt. Zum Teil abstruse Spekulationen finden noch immer viele Anhänger. Dodis Vater, der Kaufhaus- und Hoteleigentümer Mohammed Al Fayed sowie prominente Publizisten und Ex-Geheimdienstler behaupten: Es war Mord – angeblich, um der für das Königshaus unerträglichen Liaison ein Ende zu bereiten.
 
Fast drei Jahre arbeiteten Lord John Stevens, der ehemalige Chef von Scotland Yard, und sein Team an der Untersuchung. Ziel der „Stevens-Kommission“ war die Klärung der Frage, ob es tatsächlich ein Mordkomplott gab, dem Prinzessin Diana zum Opfer fiel. Über 300 Menschen aus dem Umfeld des Geschehens wurden intensiv befragt, etwa 20 000 Dokumente gesichtet, fast sechs Millionen Euro ausgegeben – mit dem Fazit, das die Skeptiker nicht akzeptieren wollen: Es war ein Verkehrsunfall.
 
Ende 2006 übergab Lord Stevens seinen über 800 Seiten starken Bericht an die mit der Leitung der Untersuchung beauftragte Richterin Elizabeth Butler-Sloss. Diese eröffnete am 8. Januar 2007 die gerichtliche Anhörung, die auf Drängen von Mohammed Al Fayed öffentlich stattfindet.
 
Eine repräsentative Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF hat im November 2006 ergeben, dass fast ein Drittel der Deutschen den Tod Dianas nicht für einen Unfall halten. In Großbritannien gab es nahezu identische Resultate. Tatsächlich muss Stevens einräumen, dass es in einigen Punkten womöglich nie eine endgültige Antwort geben wird. Dazu zählt die zentrale Frage nach dem Fahrer eines weißen Fiat Uno, der im Pariser Tunnel mit dem Unglücksfahrzeug zusammengestoßen war. dpa[sch]

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