ZDF: Mehr Programme im Breitbildformat

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Mainz – Weil die Flachbildtechnologie gegenüber der herkömmlichen Bildröhre merklich an Boden gewinnt, wird das ZDF den Anteil an Programmen im Breitbild-Format 16:9 deutlich steigern.

Da die Flachbildschirme fast ausschließlich im 16:9-Format angeboten werden, sei die Durchsetzung des Breitbildes auf dem deutschen Markt nur eine Frage der Zeit, sagte ZDF- Intendant Markus Schächter vor dem ZDF-Fernsehrat. Die weltweite Nachfrage nach Flachbildschirmen sei bereits so hoch, dass einige große Gerätehersteller die Entwicklung von Röhrengeräten komplett eingestellt hätten und nur noch auf die Flachbildtechnologie – und damit auf das Breitbild – setzen, sagte Schächter.
 
Auch bei der Programmherstellung setze sich das 16:9-Breitbildformat immer mehr durch. Dies gelte vor allem für internationale Koproduktionen. So werde zum Beispiel die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland durchgängig in 16:9 produziert.

Das ZDF werde auf diese Entwicklungen kurzfristig reagieren und künftig seinen Programmanteil im Breitbildformat steigern, kündigte der ZDF-Intendant an. Bereits im vergangenen Jahr zeigte das ZDF über 1 100 Sendungen im 16:9-Seitenverhältnis, das dem natürlichen Sehfeld des Menschen besser entspricht als das herkömmliche 4:3-Format.
 
Gleichzeitig seien alle Möglichkeiten auszunutzen, um die Qualität der Fernsehstandards zu verbessern. Dies sei notwendig, weil die im Handel angebotenen 16:9-Flachbildschirme immer größer werden und dadurch zunehmend Qualitätsprobleme im Bildsignal deutlich werden. Darüber hinaus seien die Zuschauer von neuen digitalen Medien wie DVD und Mini DV Videoformat eine zunehmend bessere Bildqualität gewöhnt. Deshalb werde das ZDF frei werdende Kapazitäten in seinem digitalen Programm-Bouquet ZDF Vision nutzen, um die Datenrate und damit die Bildqualität der einzelnen Programme im Bouquet zu erhöhen.
 
Die Geräteindustrie melde eine spürbar steigende Nachfrage nach Breitbildgeräten und hier insbesondere nach flachen Bildschirmen auf der Grundlage von LCD- und Plasma-Technologie, fuhr Schächter fort. Allein im vergangenen Jahr seien in Deutschland 1,3 Millionen 16:9- Geräte verkauft worden. [mg]

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