Zu viele Krimis im deutschen Fernsehen?

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Mord und Totschlag, egal wohin man zappt: Angesichts des Überangebots von Filmen und Serien, die Verbrechen und Morde zum Thema haben, scheint es manchmal so, als beherrsche dieses Genre die TV-Welt. Viele Zuschauer sind von dieser Krimi-Flut mittlerweile allerdings genervt.

Laut einer repräsentativen Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ ist mittlerweile mehr als jeder dritte Deutsche von der Flut an Krimis im TV genervt. So gaben 36,1 Prozent der Befragten an, dass sie von den Verbrechen auf allen Kanälen die Nase voll haben.

Bei den Frauen sind sogar vier von zehn (41,5 Prozent) der Meinung, dass zu viele Kriminalfilme und -serien gezeigt werden. Drei von zehn Männern sehen das ebenso (30,5 Prozent).

Überdies gaben 31,6 Prozent der Befragten an, Krimis gar nicht zu mögen, weder als Buch, noch im Fernsehen. Dem gegenüber stehen 31,3 Prozent der Bundesbürger, die den sonntagabendlichen Fernsehkrimi so gut wie nie verpassen. Fast genauso viele (30,6 Prozent) lesen sehr gern Krimigeschichten. [ag]

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42 Kommentare im Forum

  1. Die Frage sollte lauten "Zu viele Telenovelas oder Liebesfilme?" Wenn man sich das Programmheft ansieht, ist unter den Filmen jeder zweite Film ein Liebesfilm. In den 90ger Jahren oder früher sind noch Western oder Science Fictionfilme gelaufen. Seit das neue Jugendschutzgesetz 2003 gibt, sind solche Filme im TV nicht mehr zu sehen.
  2. AW: Zu viele Krimis im deutschen Fernsehen? Dass es dafür im Besondere einer Umfrage bedarf ist schon traurig genug, aber dass die Sender und Produktionsfirmen immer so eindimensional denken und produzieren, ist noch weitaus trauriger. Das zeigt einfach die Eindimensionalität unseres Genreangebots im deutschsprachigen Raum im Allgemeinen. Wir können eben einfach kein qualitativ gutes und breitaufgestelltes Fernsehen machen. Das würde bisher über Jahrzehnte bewiesen. Wenn eins gut läuft, dann hängt man sich quasi daran auf bzw krallt sich dran fest, als ob es keinen Morgen gäbe. Aber die Orfeige dafür verdienen eindeutig die Sender, weil die keinen Mut zu Neunem haben und sich damit auch weiter schwer tun. Kein Wunder dass wenigstens im PayTV oder bei VoD die amerikanischen Genres boomen, weil es eben nichts aus deutschen Landen gibt. Das einzige bisher war Krabat und da geht noch mehr und vor allem besser. Nur sind eben alle zu bequem oder faul oder was auch immer. So etwas könnte/dürfte ich nicht schreiben, wenn es anders wäre. Unser Genreangebot ist einfach zu eindimensional - Punkt!
  3. AW: Zu viele Krimis im deutschen Fernsehen? Es geht nicht um gut Produziertes, sondern darum dass es zu viel nur vom Einen gibt. Das wäre so, als ob man nur Käse und Brot zu essen bekommt, so kann man das vergleichen. Nicht ob Krimis und Romanzen gut produziert sind/werden. Manche sind es ohne Zweifel, aber viele davon auch nicht, sondern sind auch ziemlich flach gehalten. Aber um die Qualität geht es doch überhaupt nicht im Kern, sondern um die Genrevielfalt oder in diesem/unserem Fall Genreeinfalt.
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