[Das dicke Ding der Woche] 139 000 Euro Falschgeld im Damenklo

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Bild: © Romolo Tavani - Fotolia.com
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Abseits von Digital-TV und Technik stolpern die Redakteure von DIGITALFERNSEHEN.de immer wieder über Meldungen, die einfach zu schade zum Wegschmeißen sind. Heute geht es um Spanferkel im Dom, Post ans Christkind, verspeiste Tachoscheiben und schlafende Außenminister.

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Spanferkel im Dom erregt Unmut der Gläubigen
 
Ein Handwerkerfest im Hildesheimer Dom mit Spanferkel und Kölsch-Bier hat hohe Wellen geschlagen. Nach Protestbriefen in der „Hildesheimer Allgemeinen Zeitung“ über das in dem Gotteshaus aufgespießte Ferkel erklärte das Bistum, man habe religiöse Gefühle nicht verletzen, sondern sich für die harte Arbeit der Handwerker bedanken wollen. Andere Leser kritisierten, dass Bischof Norbert Trelle, der lange Jahre in Köln zu Hause war, Kölsch statt des örtlichen Einbecker Biers zapfen ließ. Der Dom wird derzeit für rund 30 Millionen Euro saniert, das Kirchenschiff ist eine Baustelle und für die Öffentlichkeit gesperrt. 
 
 
Christkind bekommt bereits erste Weihnachtspost
 
Noch mehr als drei Monate sind es bis Weihnachten, doch beim Christkind-Postamt in Engelskirchen sind bereits erste Briefe eingegangen. In den Postkarten, Briefen und selbstgemalten Bildern beschreiben vor allem Kinder ihre Weihnachtswünsche. So schreibt Ulrike aus dem Urlaub und fragt das Christkind: „Was machst du jetzt, wo du nicht arbeitest?“ Der kleine Lars hat seinem Schreiben sein Taschengeld – immerhin 70 Cent – beigelegt: „Ich hoffe, dass du den armen Kindern das Geld schenkst“.
 
Seit 1985 betreibt die Post eine Filiale im oberbergischen Engelskirchen, in der das Christkind in den Wochen vor Weihnachten die Briefe liest und zusammen mit Helfern beantwortet. Im vergangenen Jahr erreichten das Christkind-Postamt mehr als 150 000 Zusendungen aus 63 Ländern.

Wirbel um Schaf Kurt im Maisfeld 
 
Das entlaufene Schaf Kurt hält seit rund zwei Wochen die Polizei in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) in Atem. Das Tier war vor etwa fünf Wochen seinem Besitzer entlaufen. Seither hält es sich in einem Maisfeld an der B 81 zwischen Halberstadt und Wilhelmshöhe auf. Versuche, das Schaf einzufangen, seien bisher fehlgeschlagen, sagte ein Polizeisprecher. Zuletzt habe das Ordnungsamt vergeblich versucht, das Tier mit einem Betäubungspfeil zu treffen. „Schafe sind scheue Tiere. Sobald man sich Kurt nähert, rennt er ins Maisfeld rein.“
 
 
Sattelzug-Fahrer isst Tachoscheibe 
 
Ein Sattelzugfahrer hat in Baden-Württemberg eine Tachoscheibe aufgegessen, um sie als Beweismaterial verschwinden zu lassen. Der Mann hatte auf der Bundesstraße 311 bei Neuhausen ob Eck einen anderen Lastwagen trotz Gegenverkehrs überholt und gerammt ohne größeren Schaden anzurichten, wie die Polizeiberichtete. Kurz darauf stoppten Beamte die Fahrt des 41-Jährigen.
 
„Dieser hatte wohl schon geahnt, was auf ihn zukommen könnte“, heißt es in der Mitteilung über den Mann, der sich die Scheibe in den Mund steckte und draufloskaute. „So blieb der Polizei nur noch ein nicht mehr verwertbarer Rest der Tachoscheibe übrig.“ Der 41-Jährige musste nach dem Vorfall am Montag eine Strafe in vierstelliger Höhe zahlen und durfte dann weiterfahren. Auf der Tachoscheibe werden zum Beispiel Lenk- und Ruhezeiten zwecks Kontrollen erfasst.
 
 
Tschechischer Außenminister schläft auf Konferenz ein
 
Vor internationalem Publikum und laufenden Kameras soll der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg während einer Sicherheitskonferenz in Belgrad eingeschlafen sein. Tschechische und slowakische Medien zitierten die serbische Boulevardzeitung „Kurir“, die dies auf ihrer Titelseite als „Skandal“ bezeichnet hatte. Schwarzenberg habe mindestens eine halbe Stunde genüsslich geschlafen, während die anderen Konferenzteilnehmer über Sicherheit auf dem Balkan diskutierten. Vom Außenministerium gab es keine offizielle Reaktion.
 
Die tschechische Tageszeitung „MF Dnes“ erinnerte daran, dass Schwarzenberg immer wieder beispielsweise während Parlamentssitzungen einschlafe. In einem Interview mit der Zeitung habe er dies einmal so gerechtfertigt: „Wenn viele Leute im Raum sind und der Sauerstoffgehalt sinkt und mich noch dazu grelle Scheinwerfer zum Schließen der Augen zwingen, kann ich nicht widerstehen. Aber ich passe auf, dass mir nichts Wichtiges entgeht. Leider funktioniert das nicht immer, manchmal verliere ich schon den Überblick“.
 
Tschechische Politiker sorgen nicht zum ersten Mal für internationales Schmunzeln: Im April war ein Video um die Welt gegangen, das zeigte, wie der tschechische Präsident Vaclav Klaus bei einem Staatsbesuch unauffällig einen Kugelschreiber in seinem Sakko verschwinden ließ.
 
 
139 000 Euro „Falschgeld“ in der Damentoilette
 
Aufgeregt überreichte ein ehrlicher Finder der Polizei am Hamburger Hauptbahnhof eine Plastiktüte mit 139 000 Euro – doch es handelte sich nur um „Falschgeld“ für eine Werbeaktion. Der Putzmann hatte die Scheine am Dienstagabend auf der Damentoilette am Bahnhof entdeckt. Zusammenrollt habe das Geld für einen Laien täuschend echt ausgesehen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Als die Beamten die Scheine genauer anschauten, entdeckten sie Werbeaufdrucke. Einen Finderlohn gibt es deshalb nicht. Der Kommentar der Polizei: „Geld macht ohnehin nicht glücklich“.
 
„Das dicke Ding der Woche“ konfrontiert Sie immer am Mittwoch mit den kuriosesten Fundstücken aus den weltweiten Nachrichtenkanälen. Die Redaktion von DIGITALFERNSEHEN.de findet: Diese Meldungen sind einfach zu aberwitzig, um Sie Ihnen vorzuenthalten. Hier geht’s zu den Fundstücken der Vorwoche.[ar/dpa]

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