„Harodim“: Sagen Nachrichten tatsächlich immer die Wahrheit?

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Bild: © Romolo Tavani - Fotolia.com
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Der 11. September war nicht nur ein politisches, sondern auch ein mediales Großereignis. Doch was, wenn die Nachrichten eine ganz andere Realität des Terroranschlags konstruiert haben als die wahren Geschehnisse vorgeben? Ab dem 8. November stellt sich Paul Dinellis „Harodim – Nichts als die Wahrheit“ dieser Frage.

Am 8. November kommt mit „Harodim – Nichts als die Wahrheit?“ eine weitere Aufarbeitung der traumatischen Ereignisse des 11. Septembers in die deutschen Kinos. Es sind jedoch nicht die Anschläge selbst, die im Zentrum der österreichischen Produktion stehen, sondern die Macht der Medien.
 
Tatsächliche Nachrichteninhalte, Archiv- und Dokumentaraufnahmen werden nahtlos und so überzeugend in die erschütternd plausible Erzählung verwoben, dass es dem Zuschauer schwer fallen wird, zwischen Fakt und Fiktion zu unterscheiden.
 
Die Anschläge auf das World Trade Center haben das Leben von Lazarus Fell (Travis Fimmel) für immer verändert. Denn der ehemalige Navy Seal und Experte für verdeckte Operationen hat an diesem Tag seinen Vater Salomon (Peter Fonda) verloren.
 
Auf der Suche nach den wahren Verantwortlichen täuscht Lazarus seinen eigenen Tod vor und taucht in den Untergrund ab – und hat Erfolg. Nach Jahren der Suche findet er den verhassten Terroristen (Michael Desante) und bringt ihn zum Verhör in sein Versteck.

Doch das Verhör nimmt für Lazarus eine unerwartete Wendung. Er erfährt Dinge über die jüngste Weltgeschichte, die sich der Ex-Navy Seal niemals hätte träumen lassen und die das blanke Entsetzen in ihm hervorrufen: die Wahrheit über den 11. September, die wahren Ursprünge und Ziele von al-Qaida und andere Tatsachen von erheblicher Tragweite.
 
Der Film zeigt, wie bestehendes Nachrichtenmaterial – neu montiert und mit einer lückenlosen Argumentationskette verknüpft – eine plausible parallele Realität erzählen kann und formt auf diese Weise eine erschreckende Vision, was tatsächlich hinter dem Chaos und den Unruhen der Welt von heute stehen könnte. [fm]

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12 Kommentare im Forum

  1. AW: "Harodim": Sagen Nachrichten tatsächlich immer die Wahrheit? ... wie sinnhaftig ist das nachträgliche Verdrehen von geschichtlichen Ereignissen. Die Vermischung von Original und Fiktion kann interessant sein ... Beim 11. Sep bin ich mir aber nicht mehr so sicher ... ... ob die Idee wirklich gut ist.
  2. AW: "Harodim": Sagen Nachrichten tatsächlich immer die Wahrheit? ... die USA besteht zur großen Teil aus Land; vieeeel Land. Und da wohnt kaum einer. Das ist anders als bei uns. Die habe sogar recht viele Wüsten, obwohl die das nicht gerne so nennen.
  3. AW: "Harodim": Sagen Nachrichten tatsächlich immer die Wahrheit? Die Wahrheit kann man drehen. zerren, nach seinen Wünschen schneiden wie man will. Gibt auch viele Beispiele, wo das tatsächlich so gemacht wird. Ich denke sogar, dass ist völlig alltäglich. Man muss sich ja nur mal die Nachrichten ausländischer Sender und deren Nachrichtenauswahl ansehen oder bei Google-News auf ein anderes Land stellen. Da erfährt man interessante Dinge, die hier gar keine Erwähnung finden. Sollte jeder mal machen. Das meiste ist sowieso in Englisch und für die anderen Länder gibts Übersetzer.
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