Jeremy Renner: „Mehr Anzüge, mehr Krawatten, mehr Arbeit“

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Bild: © Romolo Tavani - Fotolia.com
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Vom arbeitssuchenden Schauspieler, der Werbespots für Batterien dreht, zum Oscar-nominierten Film-Star: Jeremy Renner ist derzeit einer der gefragtesten Schauspieler der Traumfabrik Hollywood. Vor kurzem noch in „Marvel’s The Avengers“, ist er aktuell im neusten Teil der „Bourne“-Reihe zu sehen. Anfang 2013 folgt dann „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“.

Lange hat er auf den Durchbruch gewartet. Jetzt hat es Jeremy Renner geschafft. Zwei Mal war er für einen Oscar nominiert. Nun tritt er in die Fußstapfen von Matt Damon in der „Bourne„-Thrillerserie. Stählerne Muskeln und ein durchdringender Blick aus großen, blauen Augen. Der Kalifornier Jeremy Renner ist der perfekte Actionheld. Doch der neue Star der „Bourne“-Thrillerreihe kann auch anders. Wenn er seinen weichen Mund zu einem angedeuteten Lächeln verzieht, schmelzen Frauen dahin. Ein Typ für romantische Kinostunden ist der 41-jährige US-Schauspieler deshalb aber noch lange nicht.
 
„In einer romantischen Komödie werde ich in absehbarer Zeit wohl nicht mitspielen“, sagt der Actiondarsteller lachend im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. „Das ist auch nicht die Art von Film, die ich gerne gucke“, meint der Schauspieler, der in seinen Kinofilmen vor allem den harten Kerl gibt. „Aber ich bin nicht auf ein Genre festgelegt. Mir geht es um die schauspielerische Herausforderung.“
 
Zwei Mal war er für einen Oscar nominiert: 2010 als bester Hauptdarsteller für seine Rolle des coolen Bombenentschärfers William James in Kathryn Bigelows in Bagdad spielendem Kriegsdrama „Tödliches Kommando – The Hurt Locker„.

Und ein Jahr später als bester Nebendarsteller in Ben Afflecks Bankräuber-Thriller „The Town – Stadt ohne Gnade„.
 
Es folgten „Mission: Impossible – Phantom Protokoll„, in dem Renner an der Seite von Tom Cruisespielt, und die Hauptrolle als legendärer Bogenschütze Hawkeye in derComic-Verfilmung „Marvel’s The Avengers“. Nun tritt er in die Fußstapfenvon Matt Damon in der „Bourne“-Thrillerserie.

Wie sich Renners Leben seit diesen Erfolgen verändert hat? „Mehr Anzüge, mehr Krawatten, mehr Arbeit“, sagt er grinsend.
 
„Elementar, pur, unglaublich athletisch“, so charakterisiert „Bourne“-Regisseur Tony Gilroy seinen Hauptdarsteller. Die meisten Stunts wollte Renner selbst machen. Mit einer Ausnahme: andere würde er dabei nie gefährden. „Zu gefährlich“, sagte er bei den „Bourne“-Dreharbeiten an dem Tag, als er in Manila auf regennasser Straße mit seiner Co-Darstellerin Rachel Weisz durch die Straßen brettern soll.
 
Renner begann seine Karriere am Theater. Als 1995 mit „Die Chaos-Clique auf Klassenfahrt“ Renners erster Film in die Kinos kam, war er 24 Jahre alt. Längere Zeit lief es für ihn als Schauspieler dann nicht so gut. Eine Weile soll er sogar obdachlos gewesen, was er im Interview nicht weiter kommentiert. Renner spielte als Sheriff in Pinks Musikvideo „Trouble“ mit, machte Werbung für Batterien. Rein privat ist heute die Musik Renners Leidenschaft, er singt gerne, macht oft Musik mit Freunden. „Musik spielt eine große Rolle in meinem Leben.“
 
Beruflich wünscht sich Renner echte Charakterrollen. 2011 gründete er mit Don Handfield die Filmproduktionsfirma The Combine, die „charakterzentrierte Inhalte für das Mainstream-Publikum“ entwickeln und produzieren soll. Vorerst versucht sich Renner aber erstmal an einer Horrorkomödie. Im Februar 2013 startet „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“. Darin spielt er den inzwischen erwachsenen Hänsel, der zusammen mit seiner Schwester Gretel (Gemma Arterton) Hexen jagt.Archiv
[Elke Vogel/hjv]

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