„Marvel’s The Avengers“: Heldentreffen der Extraklasse

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Bild: © Romolo Tavani - Fotolia.com
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In der Regel reicht ja ein einzelner Superheld aus, um eine Stadt vor dem drohenden Untergang zu retten. Geht es aber um die ganze Welt, müssen größere Geschütze aufgefahren werden. In diesem Fall alle großen Helden, die das Marvel-Comicuniversum zu bieten hat. Am 26. April kommen „The Avengers“ in die deutschen Kinos.

Zehn Jahre hat man dieses große Zusammentreffen akribisch geplant, jetzt kommt die Superhelden-Versammlung endlich in die Kinos. Nachdem die Geschichten der einzelnen Helden bereits in den vergangenen Jahren neu aufgelegt wurden, erwartet die Fans nun der „heilige Gral des Marvel-Universums“, so der Filmverleih Walt Disney. Für Liebhaber der Marvel-Comics ein regelrechtes Fest, immerhin bekommt man Iron Men, der Hulk, Captain America, Thor und all die anderen großen Namen nicht jeden Tag vor ein und dieselbe Kamera.

Es ist der wohl teuerste Marvel-Film überhaupt, entsprechend groß sind Erwartungshaltungen und Fallhöhe. Sorgen müssen sich die Macher des Films aber wohl kaum machen. „The Avengers“ (Die Rächer) ist ein sehr unterhaltsames, sehr cooles Comic-Spektakel mit großem Star-Aufgebot geworden, das nicht nur Marvel-Fans begeistern dürfte.

Die Geschichte: Die Welt steht vor dem Abgrund. Thors rachsüchtiger Adoptivbruder Loki (Tom Hiddleston) verfügt dank eines kosmischen Wunderwürfels über unbegrenzte Macht und die will er dazu nutzen, die Menschheit mit Hilfe seiner angsteinflößenden Armee zu unterwerfen. Denn Freiheit, so seine These, belastet das menschliche Gemüt ohnehin nur.

Da hat er allerdings die Rechnung ohne die Friedensorganisation S.H.I.E.L.D und ihren Chef Nick Fury (Samuel L. Jackson) gemacht. Der nämlich bietet das Beste auf, was die Menschheit an Superhelden zu bieten hat. Er holt Iron Man (Robert Downey Jr.), Thor (Chris Hemsworth), Hulk (Mark Ruffalo), die Black Widow (Scarlett Johansson) und natürlich Captain America (Chris Evans) aus der Versenkung und gibt ihnen eine ebenso einfache wie umfangreiche Aufgabe: Die Welt muss gerettet werden.

Die Reise führt die Helden auch nach Deutschland: In die Königstraße 28 in Stuttgart, um genau zu sein. Dort hat Loki seinen ersten großen Auftritt und versucht, eine Menschenmasse in die Knie zu zwingen. Doch Captain America kommt den Deutschen zur Hilfe. Es habe in Deutschland schon einmal jemanden gegeben, der versucht habe, alle anderen zu beherrschen, sagt er. Damit sei er damals schon nicht einverstanden gewesen.

Dass das in keiner Weise pathetisch wirkt, liegt an der Selbstironie und dem Witz, die die große Stärke des Films sind. „The Avengers“ nimmt sich selbst und seine Helden nicht sonderlich ernst. Auch die Zusammenarbeit im Superhelden-Team ist gar nicht so einfach, weil vor allem die Herren mit sich und ihren Egos erstmal genug zu tun haben. Tony Stark alias Iron Man arbeitet generell nicht gerne mit anderen zusammen, Bruce Banner alias Hulk hat Angst, seine Kollegen in Rage zu zerquetschen und Steve Rogers alias Captain America schämt sich etwas, weil sein Outfit so altmodisch ist.

Weil die Helden-Darsteller – allen voran Downey Jr., der seiner „Iron Man“-Rolle vor einigen Jahren sein Hollywood-Comeback verdankt – ihren Part hervorragend spielen, sind diese Auseinandersetzungen tatsächlich äußerst unterhaltsam.

Und noch eine andere große Stärke hat „The Avengers“: Tom Hiddleston als Fiesling Loki. Schon in Kenneth Branaghs „Thor“ aus dem vergangenen Jahr spielte Hiddleston Thor-Darsteller Chris Hemsworth an die Wand. Weil der wie ein junger Brad Pitt aussieht, sei ihm das zwar verziehen, Hiddleston aber ist schauspielerisch eine wirkliche Entdeckung. Er spielt den Widerling Loki mit großer Präsenz, Intelligenz und einem schaurigen Lächeln.

Regisseur und Drehbuchautor Joss Whedon hat mit seinem Film über die größte Marvel-Comicserie humorvolles, cooles Popcorn-Kino auf die Leinwand gebracht – und vielleicht sogar einen neuen Kultfilm. Um diesen zu schützen, musste während der Dreharbeiten sogar das FBI eingreifen, wie „Spiegel Online“ berichtete.

Durch einen irregeleiteten Druckbefehl sei das streng geheime Drehbuch in die Außenwelt und an einen jungen Comic-Fan geraten, der es sogleich zu Geld machen wollte. Die Behörden wurden eingeschaltet, für den Notfall soll es sogar Pläne gegeben haben, die Geschichte im Falle eines Geheimnisverrats komplett umzuschreiben. Jetzt allerdings kann der Film sich aufmachen, das zu schaffen, was sein Regisseur laut „Spiegel Online“ von ihm erwartet: „Der Film soll die Leute aus den Sitzen hauen.“Kinokritiken im Überblick
[Britta Schultejans/fm]

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