[Portrait] Kaliforniens Lächel-Export: Heather Locklear wird 50

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Bild: © Romolo Tavani - Fotolia.com
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Mit Anfang 20 war sie schon in Dutzenden Ländern berühmt. Mit Anfang 30 machte sie eine schwächelnde Jugendserie zu einem Welterfolg. Mit Anfang 40 begann ein Durchhänger. Jetzt wird Heather Locklear 50.

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Es war die Universität, die Heather Locklear zu einer Weltkarriere verhalf – wenn auch nicht per Studium. Mehr als 30 Jahre ist es her, dass die blonde Kalifornierin mit dem gewinnenden Lächeln in kleinen Filmchen für den Universitätsladen warb, in dem Pullover und Tassen der University of California in Los Angeles verkauft wurden. Bald hatte sie eine erste Fernsehrolle und ein paar Jahre später war sie weltbekannt. Heather Locklear gehört zu den bekanntesten Gesichtern Hollywoods, auch wenn der Erfolg in den vergangenen Jahren ausblieb. Am Sonntag wird sie 50 Jahre alt.
 
Die ersten 20 Jahre ihrer Karriere hätten aus einer US-Serie der Achtziger sein können: Kaliforniens Sonne, eine schöne blonde Frau mit strahlend blauen Augen und weltweiter Erfolg. In Nebenrollen bei „CHiPs“ und anderen Serien machte Locklear auf sich aufmerksam und schon bald kam die erste große Rolle: Im „Denver-Clan“ spielte sie die süße Sammy Jo, die ihre Reize durchaus einzusetzen wusste. Ganz anders bewaffnet zeigte sie sich kurz darauf als Stacy Sheridan, eine Polizistin in der Serie „T. J. Hooker“. Eine der Partnerinnen: Eine unbekannte junge Schauspielerin namens Sharon Stone.

Im „Denver-Clan“ zeigte sich zum ersten Mal ein Talent von Locklear. Eigentlich war die Rolle der „Sammy Jo“ nur auf ein paar Auftritte angelegt, doch das Publikum wollte mehr. Sicher war es nicht nur das Aussehen, obwohl es zweifellos eine Rolle spielte: „Sammy Jo“ wurde zum Dauercharakter und Locklear gehörte bis zum Ende der Serie 1989 zu den bekanntesten Gesichtern.
 
Vier Jahre später klappte das noch einmal. Wieder sollte sie in „Melrose Place“, wie „T. J. Hooker“ und „Denver“ eine Serie von Aaron Spelling, nur ein paar Mal auftreten. Und wieder wurde sie zu einem Hauptcharakter. Ja, sie machte die Serie erst zum Erfolg. Die Stellenbeschreibung der Amanda Woodward klingt irgendwie vertraut: Jung, schön, elegant – und durchtrieben. Das Publikum hasst die intrigante Chefin einer Werbeagentur – und will mehr sehen. Die Rolle wird ihr größter Erfolg.
 
Kaum ist „Melrose Place“ Geschichte, siedelt die Kalifornerin nach New York über. In „Chaos City“ verdreht sie dem New Yorker Bürgermeister und vor allem seinem Stellvertreter, gespielt von Michael J. Fox, den Kopf. Raffiniert ist sie hier wieder, aber nicht intrigant. Und als Fox von Charlie Sheen abgelöst wird, der auch hier einen trinkenden Frauenheld spielt, wird sie fast mütterlich – so fern man in hohen Absätzen und engen Kostümen mütterlich wirken kann.
 
Doch danach begann das dritte Jahrzehnt ihrer Karriere, und das war von Pleiten gekennzeichnet. Ihre eigene Komödienserie „Once Around the Park“ – ein Flop. „LAX“, eine von ihr mitproduzierte Serie über den Flughafen von Los Angeles – eingestellt. Die Serie „Women of a Certain Age“ – nach dem Pilotfilm beendet. Das galt auch für ihre Serie „See Jayne Run“. Selbst eine Neuauflage des Welterfolgs „Melrose Place“ scheitert.
 
Die meisten Schlagzeilen machte Locklear in den vergangenen Jahren mit einer angeblichen Fahrt unter Drogeneinfluss. Allerdings: Weder Rauschgift noch Alkohol konnten nachgewiesen werden. Der Richter vermutete später ein Medikament gegen Depressionen als Ursache für die Schlangenlinien bei der Autofahrt. Immer wieder machten Gerüchte über Schwermut bei Locklear Schlagzeilen.
 
Doch womöglich bringt das vierte Jahrzehnt der Karriere die Wende. Nach gescheiterten Ehen mit dem Mötley-Crüe-Schlagzeuger und späteren Pamela-Anderson-Ehemann Tommy Lee und dem Bon-Jovi-Gitarristen Richie Sambora versucht sie es wieder mit einem Musiker: Locklear und der Sänger Jack Wagner sind seit August verlobt. Kennengelernt hatten sich beide schon vor 20 Jahren – bei Dreharbeiten zu „Melrose Place“.
[Chris Melzer]

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  • Inhalte_Kino_Artikelbild: © Romolo Tavani - Fotolia.com
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