Zwischen „Panem“ und Oscar: Das Phänomen Jennifer Lawrence

21
122
Bild: © Romolo Tavani - Fotolia.com
Bild: © Romolo Tavani - Fotolia.com
Anzeige

Ihre Rolle als Katniss Everdeen in „Die Tribute von Panem“ machte Jennifer Lawrence zum Teenie-Star, doch mittlerweile hat sie auch bewiesen, dass in ihr deutlich mehr steckt als das. Sie gehört derzeit zu den talentiersten Schauspielerinnen Hollywoods – und wurde dafür mit ihren 24 Jahren schon mit einem Oscar belohnt.

Anzeige

Wenn Jennifer Lawrence demnächst im dritten Teil der „Tribute von Panem“ im Kino zu sehen ist, dann ist das die Rückkehr dorthin, wo alles begann. Die Rolle der starken und unabhängigen Katniss Everdeen in der Verfilmung der erfolgreichen Jugendbuch-Trilogie bescherte ihr den Durchbruch.
 
Mühelos spielt sie ihre männlichen Kollegen Liam Hemsworth und Josh Hutcherson Episode um Episode an die Wand. Lawrence soll, so heißt es, auch für die Rolle der Bella in der Verfilmung der „Twilight“-Saga vorgesprochen haben. Die bekam dann Kristen Stewart – zum Glück für Lawrence.
 
Inzwischen ist Lawrence viel mehr als ein Teenie-Idol. Sie istOscar-Preisträgerin, seit sie 2013 für ihre Rolle als depressive jungeFrau an der Seite von Bradley Cooper in dem Film „Silver Linings“den Goldjungen gewann. Sie verzückt die Filmwelt mit Charme und Talentund ist heute so etwas wie das Gesicht des jungen Hollywood. Ihre ersteOscar-Nominierung gab es schon im Alter von nur 20 Jahren für ihre Rollein dem Independent-Film „Winter’s Bone“ und auch in diesem Jahr war sie für „American Hustle“ wieder nominiert.

 
Entdeckt wurde Lawrence mit 14 Jahren in New York. „Ich stand in der Straße und schaute mir gerade Straßentänzer an, als jemand ein Foto von mir gemacht hat“, erinnerte sie sich in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. „Von da an ist es losgegangen.“ Es folgten kleinere Rollen in den Krimiserien „Monk“ oder „Cold Case“. Die Schauspielerei sei immer ihr Traumjob gewesen. „Das ist genau das, was ich machen muss, das ist das, wofür ich gemacht bin und wo ich sein muss.“
 
Privat gibt Lawrence sich bodenständig. Sie bezeichnet sich als „Countrygirl aus Kentucky“ und sagt, sie spiele lieber Feldhockey oder reite mit dem Pferd durch die Gegend als sich auf Cocktailpartys zu langweilen. Und auch dem Schlankheits-Diktat von Hollywood will sie sich widersetzen, wie sie in einem Interview sagte: „Ich will nicht, dass die kleinen Mädchen sagen: ‚Ich möchte aussehen wie Katniss, ich esse nichts zu Abend‘.“
 
In dem Ruhm und Reichtum, den sie inzwischen angehäuft hat, sieht sie aber auch eine Verpflichtung. „Ich habe inzwischen kapiert, auf wie viel Geld ich tatsächlich sitze und mich entschlossen, das nicht länger zu ignorieren“, sagte die 24-Jährige dem „Focus“. Sie beschäftige sich seit einiger Zeit mit Hilfsorganisationen, damit sie entscheiden könne, wen sie unterstützen wolle, ergänzte die Schauspielerin, die mit einer Gage von rund 34 Millionen US-Dollar im Jahr auf Platz zwei der „Forbes“-Liste der bestverdienenden Schauspielerinnen steht.
 
Neben Lob, Geld und Ehre hat Lawrence inzwischen auch die Schattenseiten des Ruhms kennenlernen müssen. Sie war unter den Hollywood-Stars, denen Hacker Nacktfotos aus Cloud-Diensten stahlen und veröffentlichten – für Lawrence eine Form des sexuellen Missbrauchs. „Es ist so widerlich. Das Gesetz muss dafür geändert werden, und auch wir müssen uns ändern. Man muss diese Webseiten zur Rechenschaft ziehen“, sagte sie der Zeitschrift „Vanity Fair“. „Nur, weil ich in der Öffentlichkeit stehe, nur weil ich Schauspielerin bin, heißt nicht, dass ich so etwas will.“[Britta Schultejans/fm]

Bildquelle:

  • Inhalte_Kino_Artikelbild: © Romolo Tavani - Fotolia.com
Anzeige

21 Kommentare im Forum

  1. AW: Zwischen "Panem" und Oscar: Das Phänomen Jennifer Lawrence Gerade ist mal wieder die TV-Werbung für "Mockingjay" gelaufen. Da stand "Teil 1" dabei. Andererseits heißt es doch, dieser Teil sei das Ende der Panem-Triologie und die besteht ja nun mal aus drei Filmen. Es gibt demnach nur drei Teile, aber dem Titel des dritten Teils "Teil 1" zuzufügen, deutet doch auf einen "Mockingjay, Teil 2", also auf einen Teil 4 der gesamten Filmreihe hin. Somit ist es doch gar keine Triologie. (EDIT: Ist etwa "Triologie" nur als vorübergehende Bezeichnung zu verstehen, bis ein Teil 4 kommt?) Wer kann bitte diese Verwirrung aufdröseln?
  2. AW: Zwischen "Panem" und Oscar: Das Phänomen Jennifer Lawrence Die "Trilogie" bezieht sich auf die zugrundeliegenden 3 (!) Romane von Suzanne Collins. Also nicht auf die Verfilmung. Bei Letzterer wurde schon frühzeitig angekündigt, dass der letzte Teil (Mockingjay) auf zwei Filme aufgeteilt wird. Nicht das erste Mal, dass Hollywood so handelt. Die Gründe muss ich wohl nicht näher darlegen. Die Romane: (deutsche Titel / englische Original-Titel) 1. Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele / The Hunger Games 2. Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe / Catching Fire 3. Die Tribute von Panem - Flammender Zorn / Mockingjay Die Filme: (deutsche Titel / englische Original-Titel) 1. Die Tribute von Panem - The Hunger Games / The Hunger Games 2. Die Tribute von Panem - Catching Fire / The Hunger Games: Catching Fire 3. Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 1 / The Hunger Games: Mockingjay - Part 1 4. Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 2 / The Hunger Games: Mockingjay - Part 2
  3. AW: Zwischen "Panem" und Oscar: Das Phänomen Jennifer Lawrence Nenn die Filme 3 und 4 einfach kurz "Panem 3.1" und "Panem 3.2" ;-)
Alle Kommentare 21 im Forum anzeigen

Kommentieren Sie den Artikel im Forum