Wie können Hörspiele die ARD-Reform überleben? Offener Brief kritisiert Intransparenz

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Smartphone, Kopfhörer, Katze; © Volodymyr - stock.adobe.com
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Inmitten von ARD-Reformplänen haben Künstlerverbände und Kultureinrichtungen von den öffentlich-rechtlichen Sendern mehr Transparenz im Programmbereich Hörspiel gefordert.

In einem unter anderem von der Akademie der Künste verbreiteten Offenen Brief an die ARD-Anstalten heißt es, es irritiere und beunruhige, dass der Reformvorgang, „der doch die Weichen für eine ganze künstlerische Gattung neu stellt, so völlig intransparent und unter Ausschluss derjenigen geschieht, die das Hörspiel schreiben, inszenieren und aufführen“ – die Künstlerinnen und Künstler sowie Verbände.

ARD-Anstalten wollen Hörspiele für die digitale Zukunft entwickeln

Der ARD-Vorsitzende Kai Gniffke teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in einer Reaktion am Mittwoch mit: „Das Hörspiel gehört zur DNA der ARD.“ Aber Mediennutzung ändere sich. „Wir wollen qualitativ hochwertige Hörspiele für die digitale Welt entwickeln und so das Genre zukunftsfest machen. Dazu müssen wir Kräfte bündeln und als Senderverbund enger zusammenarbeiten.“ Gemeinsam mit Hörspiel-Fachredaktionen suche man derzeit nach Möglichkeiten, die Zukunft des Hörspiels in der ARD langfristig zu sichern.

Nach dpa-Informationen sollen demnächst Verhandlungen über die Vergütung von Hörspielen zwischen ARD und Verbänden der Autoren und Verlage stattfinden.

Die ARD arbeitet schon länger an der Reform ihrer programmlichen Zusammenarbeit. Sender suchen nach Synergien, und sie wollen Parallelstrukturen auch im TV- und Radioprogramm reduzieren, um mehr ins Digitale zu investieren. Im Dezember war bekanntgeworden, dass man sich zunächst die Bereiche Klima, Verbraucher und Hörspiel anschaut. Es werden dazu senderübergreifend Kompetenzen in den Themengebieten zusammengeführt. Weitere könnten dann folgen.

Genaue Details sind aber noch nicht offiziell bekannt.

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