Winnetou: Unzeitgemäße Geschichtsverklärung?

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Indianer Winnetou ©Daniel via stock.adobe.com
©Daniel via stock.adobe.com
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Kann man Karl Mays Abenteuergeschichten heute noch unreflektiert auf die Bühne bringen? Das will die sechsteilige Podcast-Serie „Winnetou ist kein Apache“ klären, die im Programm von MDR Kultur und in der ARD-Audiothek zu hören sein wird.

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Ben Hänchen liebt Karl May. Seit seiner Kindheit steht er auf Deutschlands kleinster Karl-May-Bühne im sächsischen Bischofswerda. Nächstes Jahr wäre sein 30. Bühnenjubiläum. Die bekanntesten Karl-May-Festspiele finden seit Anfang der 1950er Jahre regelmäßig in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) statt. Das dortige Kalkbergstadion ist eine der größten Freilichtbühnen Europas.

Doch angesichts der Diskussion um kulturelle Aneignung kann Ben Hänchen die Geschichten über Winnetou nicht mehr uneingeschränkt genießen. Ist das, was er da auf der Bühne tut, rassistisch und sollte abgeschafft werden? Um diese Frage zu klären, trifft der MDR-Kultur-Redakteur Menschen mit ganz unterschiedlichen Perspektiven auf Karl May und auf das, was aus seinen Geschichten auf deutschen Freilichtbühnen gemacht wird.

Ist Winnetou rassistisch?

In der sechsteiligen Podcast-Serie „Winnetou ist kein Apache“ kommen unter anderen zu Wort der Schauspieler Alexander Klaws, der aktuell bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg die Rolle des Winnetous spielt. Weitere Gesprächspartner sind die Kulturwissenschaftlerinnen Mithu Sanyal und Dana Weber, der Direktor des Karl-May-Museums in Radebeul Robin Leipold und der in Deutschland lebende Native American Kendall Old Elk. Der Podcast ist ab dem 20. Juni in der ARD-Audiothek und im Programm von MDR Kultur zu hören.

Quelle: MDR

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