Auch „Little Britain“ wegen Rassismusvorwürfen aus dem Netz genommen

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© Dirk Schumann - Fotolia.com
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Die BBC, Netflix und Co nehmen „Little Britain“ aus ihrem Online-Angebot. Der Hintergrund: Rassismusvorwürfe gegen die erfolgreiche Satire-Show der Nullerjahre.

Die BBC hat die Comedy-Serie „Little Britain“ wegen Rassismusvorwürfen aus ihrer Mediathek entfernt. „Die Zeiten haben sich geändert“, hieß es zur Begründung in einer Mitteilung der Rundfunkanstalt. Die gesellschaftskritische Parodie der britischen Komiker David Walliams und Matt Lucas wurde auch in Deutschland ausgestrahlt, synchronisiert von Oliver Kalkofe und Oliver Welke.

Vor allem einige Sketche gerieten spätestens im Zuge der Proteste gegen den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in die Kritik, weil die weißen Darsteller immer wieder auch in die Rolle schwarzer und asiatischer Charakter geschlüpft waren. Das, so die Kritiker, erinnere an die vor allem in den USA übliche Praxis des Blackfacing, bei der Weiße als dümmlich dargestellte Schwarze mimten.

Auch Netflix und der Streamingdienst BritBox entfernten die Sketch-Show aus ihrem Angebot in Großbritannien, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. „Litte Britain“ spielte stets mit Klischees und war erstmals 2003 im britischen Fernsehen zu sehen.

Komiker Matt Lucas hat sich bereits vor mehreren Jahren mit Bedauern über bestimmte Aspekte der Sendung geäußert. Wenn er noch einmal in der Zeit zurückreisen und «Little Britain» noch einmal machen könnte, würde er keine schwarzen Charaktere mehr spielen, so Lucas. Auch Witze über Transsexuelle seien nicht mehr angemessen, befand er in einem Interview der Obdachlosenzeitschrift „Big Issue“.

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137 Kommentare im Forum

  1. Und in die Rolle von Frauen, Behinderten, Homosexuellen, Dicken, White Trash usw. Der Humor war nie rassistisch geprägt. So kann ich über die Zensur nur den Kopf schütteln.
  2. aus heutiger Sicht hätte es die großartige Monty-Python-Truppe gar nicht geben dürfen, weil "rassistisch, sexistisch" und was auch immer. Wie immer sind es die Medien, die auf jeden fahrenden Zug aufspringen um sich ja als "tolerant" und "weltoffen" selbst beweihräuchern zu können. Ich "freu" mich auch schon auf Netflix-Serien, die zu 100% aus ethnisch-gemischten und politisch-korrekt zusammengestellten Darstellern bestehen, auch wenn die Geschichte und die Realität damit völlig verzerrt wird. Ach halt, warte, das ist ja in Teilen jetzt schon so. o_O Aber was tut man nicht alles um sich anzubiedern bzw. um (politisch korrekt, viel) Geld zu verdienen... :whistle:
  3. Der Mann ist nicht einfach nur ums Leben gekommen, er wurde von weissen Polizisten ermordet, weil er eben schwarz war!!!!
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