Digitalisierungsbericht 2018: IPTV überholt Terrestrik

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IPTV hat laut dem diesjährigen Digitalisierungsbericht erstmals den Empfang mit Antenne hinter sich gelassen. Satellit- und Kabelnutzer bleiben demnach gleichauf.

Im Vergleich zur letzten Analyse verliert laut des Digitalisierungsbericht 2018 vor allem die Terrestrik weiter Nutzer ein. Sie büßt einen weiteren Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr ein und wird nunmehr von 6,4 Prozent der Fernsehhaushalte genutzt. Das entspricht knapp 2,5 Millionen Haushalten. Über 90 Prozent Nutzer mit terrestrischer Empfangsmöglichkeit sind mittlerweile auf den im Jahr 2017 eingeführten Standard DVB-T2 HD umgestiegen.

Mit etwas über drei Millionen Haushalten (3,060 Mio.) werden mittlerweile mehr Haushalte über sogenannte managed IP-Netze versorgt, wie sie von der Telekom, Vodafone oder 1&1 betrieben werden. Dort ist man sichtlich erfreut über die jüngsten Entwicklungen:

„Die Ergebnisse der Studie zeigen ganz klar: IPTV ist auf dem Vormarsch. Die Mediennutzung der Kunden verändert sich. Gerade junge Menschen wollen individuell bestimmen, was sie wann schauen. Gleichzeitig hat lineares TV auch heute noch zahlreiche Anhänger. EntertainTV verbindet beide Welten“, erklärt Wolfgang Elsäßer, TV-Chef von Telekom. EntertainTV ist hierzulande Marktführer unter den IPTV-Anbietern.

IPTV konnte sowohl anteilig als auch absolut hinzugewinnen. Den Zahlen des Berichts entsprechen einem Anteil von 7,9 Prozent der TV-Haushalte. Rechnet man weitere 0,5 Prozent der Haushalte hinzu, die angeben, Bewegtbilder ausschließlich über (offene) IP-Netze zu empfangen, erhöht sich der Anteil auf 8,4 Prozent. Damit werden mittlerweile mehr Haushalte über IP-Netze versorgt als über den terrestrischen Empfangsweg.

Insgesamt sind auch in diesem Jahr wenig Veränderungen bei der Verteilung der Übertragungswege eingetreten. Kabel- und Satellitenempfang sind weiterhin die meistgenutzten Empfangswege und versorgen eine ähnliche Anzahl an TV-Haushalten. Etwa 17,467 Mio. Haushalte empfangen ihr Fernsehsignal über Kabel, etwas weniger (17,409 Mio.) nutzen die Verbreitung via Satellit. Beide Übertragungswege kommen damit auf jeweils einen Anteil von 45 Prozent der deutschsprachigen Fernsehhaushalte. [bey]

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38 Kommentare im Forum

  1. Wenn man die verbrachten Fernsehstunden rechnen würde, wäre Terrestrisch noch weiter im Hintertreffen. Das ist der Verbreitungsweg, der mit dem geringsten technischen und finanziellen Aufwand zu realisieren ist (außer bei Mietern mit Kabel-TV über die Nebenkostenrechnung). DVBT2 Nutzer könnten deshalb die sein, die eher nur gelegentlich vor der Glotze sitzen ...
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