Ex-„Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt startet Youtube-Show

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Ex-„Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt präsentiert seit Dienstag eine „Meinungs-Show“ auf der Plattform Youtube. In der ersten gut zwanzig Minuten langen Folge der Sendung „Achtung, Reichelt!“ sprach der 42-Jährige mit FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki.

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Reichelt hatte nach seinem Aus als Chefredakteur bei Deutschlands größter Boulevardzeitung „Bild“ im Herbst 2021 angekündigt, reichweitenstarkes Fernsehen machen zu wollen (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Immer häufiger war er in den vergangenen Monaten mit Beiträgen in Sozialen Netzwerken zu sehen. Was die Reichweite von Reichelts neuem Format der Wahl angeht ist derweil noch Luft nach oben. Das meistgesehene Video dort ist bislang rund 130.000 angeklickt worden.

Reichelt teilte am Dienstag mit, dass das neue Format von einem wöchentlichen Newsletter begleitet werde. Er sagte zum Start: „Wir wollen furchtlos und respektlos über das sprechen, was in unserem Land passiert.“ Der Youtube-Kanal wird betrieben von der Rome Medien GmbH, Angaben auf der Plattform zufolge ist Reichelt Geschäftsführer.

Hintergrund seines Endes bei „Bild“ sind Vorwürfe des Machtmissbrauchs in Verbindung mit einvernehmlichen Beziehungen zu Mitarbeiterinnen gewesen. Der Medienkonzern Axel Springer hatte im Frühjahr 2021 ein internes Verfahren gegen Julian Reichelt zur Überprüfung der Vorwürfe angestoßen und war dabei zum Schluss gekommen, ihm eine zweite Chance zu geben. Ein Medienbericht der «New York Times» griff den Fall im Oktober erneut auf, parallel dazu hatte es Presserecherchen eines Investigativ-Teams der Mediengruppe Ippen gegeben. Springer zog dann einen Schlussstrich und entband Reichelt von seinen Aufgaben.

Der Journalist selbst hatte später von einer „Schmutzkampagne“ gegen ihn gesprochen.

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13 Kommentare im Forum

  1. Noch ein manipulatives Krawallformat. Querdenker-Kubicki als Gast und Schwurbler-Oberhetzer Reichelt als Führer passt ja wie die Faust aufs Auge.
  2. Und währenddessen tingelt Sirene Lauterbach weiter durch die Talkshows und verbreitet in allen möglichen öffentlich-rechtlichen Talkshows wieder seine tollen "Fakten" und Panikmache. Also alles wie immer... Wenn er mehr in seinem Ministerium wäre und sich auch mal um andere Gesundheitspolitische Themen kümmern könnte - aber nein die werden einfach ausgesessen...
  3. Word. Ich fand die Kommentare unter dem YouTube-Schmutz von Reichelt noch viel interessanter als seine Absonderungen. Da konnten sich die ganzen besorgten Bürger endlich wieder auskotzen: „endlich nimmt mal wieder einer kein Blatt vor den Mund“… blablabla. Ekelerregend.
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