Handy-TV: Die Uhr tickt für Mobile 3.0

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Streaming Bild: © Creativa Images - Fotolia.com
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Köln – Um die Lizenz für den Betrieb der neuen Handy-TV-Plattform zu erhalten, muss das Mobile-3.0-Konsortium bis Jahresende eine Belegungsliste mit den teilnehmenden Sendern vorlegen.

Erst dann wollen die zuständigen Landesmedienanstalten ihr endgültiges OK für den dreijährigen Testbetrieb des DVB-H-Netzes geben. Nachdem sich die Verhandlungen mit den Sendern hingezogen haben, konnte Mobile 3.0 jetzt einen Durchbruch vermelden: Die RTL Gruppe hat ihre Zusage gegeben, mehrere Sender über die Plattform zu starten. Über die Details der Einigung war bisher nichts herauszufinden.

Mit den weiteren Sender steckt Mobile 3.0 nach eigenen Angaben mitten in den Verhandlungen. Festes Ziel ist es, die zuletzt von den Landesmedienanstalten auferlegte Frist bis Jahresende einzuhalten. Denn die Zeit drängt: Will man pünktlich zur Fußball-EM 2008 starten, muss es jetzt schnell gehen. Von Mobile 3.0 war zu hören, dass die EM auch weiterhin das Wunschziel ist. Allerdings seien bis dahin noch viele Punkte zu klären.
 
Das Problem ist die komplexe Situtation, in der noch zu viele Dinge in der Schwebe liegen. Um die Lizenzen zu erhalten, muss Media 3.0 den Landesmedienanstalten weitreichende Vereinbarungen mit den Sendern vorlegen. Ohne die Lizenzen ist man jedoch gegenüber den Sendern in einer wackeligen Verhandlungsposition. Und dann hat Mobile 3.0 sicherlich noch seine eigenen Favoriten für die freien Sendeplätze. So spielen einfach viele Unsicherheitsfaktoren zusammen, die zügigen Verhandlungen im Weg stehen.
 
Dennoch ist es notwendig, sich so schnell wie möglich zu einigen – ansonsten verpasst man die große Chance der Einführung mit der EM 2008. Sportgroßereignisse haben in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass Sie aufgrund des hohen Zuschauerinteresses als Anschub für Übertragungstechnologien fungieren können. Außerdem will man sich bei diesem Prestigeprojekt sicherlich nicht im europäischen Vergleich blamieren.
 
Mobile 3.0 arbeitet nach eigenem Bekunden in allen Bereichen unter Hochdruck. So baut das Konsortium derzeit an einer Unternehmensstruktur, zuletzt konnte man die Besetzung einiger wichtiger Personalien, allen voran Gareth Altini als Geschäftsführer, bekannt geben. [lf]

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