„Ice Age 6“: Dann bringt Disney+ Otto Waalkes zurück in die Eiszeit

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Otto Waalkes spricht Sid in
© 2022 Disney Enterprises, Inc.
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„Ice Age: Die Abenteuer von Buck Wild“ ist Teil sechs der seit 2002 weltweit beliebten Animationskomödien um eine skurrile vorzeitliche Tierwelt. Diesmal dreht sich alles um die Opossum-Brüder Crash und Eddie. Sid-Sprecher Otto erzählt, was er an seiner Filmfigur so mag.

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Auch aus Opossum-Kindern werden eines Tages Erwachsene. Und wie bei Menschen erwacht dann in plüschigen Beutelratten die Sehnsucht, selbstständig zu sein und die Welt auf eigene Faust beziehungsweise Pfote kennenzulernen. Crash und Eddie, die quirligen Opossum-Brüder aus der weltweit erfolgreichen „Ice Age“-Animationsfilmreihe, betrifft das ganz besonders. Denn beide wollen sich von ihrer großen Mammut-Schwester Ellie emanzipieren, die sie ihrer Meinung nach wie Babys behandelt. Also nehmen Crash und Eddie Abschied von ihrer tierischen Patchwork-Familie. Dabei verdrückt selbst der grummelige Säbelzahntiger Diego heimlich eine Träne, was Sid, das vorlaute Faultier (deutsche Stimme: Otto Waalkes), aber merkt.

Was die beiden Helden auf ihrer Abenteuerreise in die vermeintliche Unabhängigkeit erleben, erzählt „Ice Age: Die Abenteuer von Buck Wild“, Teil sechs der seit 2002 laufenden amerikanischen Fantasy-Eiszeitgeschichten. Ein kultiger „running gag“ der Reihe ist wegen eines Urheberstreits leider nicht mehr dabei: das einfältige Säbelzahn-Eichhörnchen Scrat. Und nach dem mit 400 Millionen Dollar Einnahmen deutlich weniger als zuvor gefragten fünften Teil („Kollision voraus!“) sowie dem wohl Corona-bedingten Aus für die bis dato verantwortlichen Blue Sky Studios 2021 legt nun deren langjähriger Produzent John C. Donkin erstmals eine Regiearbeit vor.

Dann kommt „Ice Age 6“ zu Disney+

Beim Streamingdienst Disney+ ist das turbulente Animationsgeschehen für Kinder jeden Alters nach einer Verschiebung um zwei Monate ab Freitag (25. März) abrufbar. Da erlebt man dann, wie die kleinen Hauptfiguren durch die plötzlich nachgebende Eisdecke in eine riesige, paradiesisch anmutende Höhlenlandschaft unter der Erdoberfläche krachen. Doch kein Paradies ohne Schlange – in diesem Fall sind es ein fieser Mini-Dino mit einem Riesenhirn und seine Saurierarmee, die den Opossums eiskalt ans Fell wollen. Wie gut, dass es Buck Wild gibt. Das einäugige Rambo-Wiesel, das schon in „Kollision voraus!“ zum Retter in der Not geriet, beweist sich als versierter Dino-Jäger.

Am Ende stehen den Brüdern sogar noch Mammutvater Manni, Diego und Sid helfend zur Seite. So zeigt der Film neben den liebevoll gestalteten, recht menschenähnlichen Tierchen und ihrem Dialogwitz vor allem skurril wüste Verfolgungsjagden und Kampfszenen. Das muss man mögen. Wie immer vermittelt jedoch auch „Ice Age“ Nummer sechs genregerechte Lehren für’s Leben. Etwa, dass es nicht Gewalt braucht, um zu bestehen, sondern Herz, Mut und Findigkeit. Auch wichtig: Allein kann man nicht alles schaffen – deshalb sollten (Patchwork-)Familien zusammenhalten.

Otto zu seiner Rückkehr in die Eiszeit

Dass die „Ice Age“-Filme in Deutschland besonders erfolgreich sind, liegt nicht zuletzt an Otto Waalkes. Mit seiner unnachahmlich krächzend nuscheligen Sprachweise hat der ostfriesische Star-Komiker („Catweazle“) den naiv-anarchischen Sid in der Synchronfassung zum Publikumsliebling gemacht. Zwar spielt sein Faultier diesmal nur eine ganz kleine Rolle, doch Waalkes, der Sid und seinen Freunden 2015 sogar ein Studioalbum („Cool und locker“) gewidmet hat, ist natürlich wieder mit von der Partie. Was gefällt ihm an dem pelzigen Burschen vor allem? „Dass man nach 20 Jahren immer noch von mir verlangt, ihn zu sprechen. Das ist natürlich ein großes Kompliment“, antwortet der 73-Jährige im Zoom-Interview mit der dpa ganz seriös.

Um dann gewohnt spitzbübisch hinzuzufügen: „Toll ist natürlich auch, dass er meiner Person so entspricht – dieses charmante Lächeln, das lausbubenhafte Auftreten, die Unkenntnis bei bestimmten Dingen, die Art, so oft ins Fettnäpfchen zu treten. Der hat so wahnsinnig gute menschliche Züge. Damit ist er ja auch so leicht zu identifizieren. Und deshalb habe ich die Arbeit so geliebt.“ Dabei hatten die Filmemacher Waalkes ursprünglich den Mammut-Vater Manni sprechen lassen wollen. „Die Amerikaner wussten nur, da ist so ein Komiker in Deutschland, der hat was mit Elefanten zu tun. Deshalb haben sie mir den Manni-Clip geschickt. Aber da habe ich gedacht, nö, das liegt mir nicht so. Ich würde lieber dieses kleine Faultier übernehmen, das da im Hintergrund steht“, erzählt er in typisch haspelnder Art.

Nach dem Erfolg des ersten Films sei er eben öfter in die USA eingeflogen worden. Was Waalkes noch freut: „Ich konnte inhaltliche Gags beisteuern und sogar musikalische. Wir haben Songs eingespielt und bestimmte Bewegungsabläufe von Otto. Daher taucht viel Otto-Spezifisches bei Sid auf.“ Später habe seine Sprechweise Einfluss auf die Gestaltung der Rolle in allen anderen Ländern gehabt. Zum Schluss eine eher indiskrete Frage an den Star: Muss er sich in seinem nun etwas höheren Alter irgendwie besonders anstrengen, um den Sid-Tonfall hinzukriegen? Davon kann wohl keine Rede sein. „Meine Stimme hat sich in den 20 Jahren nicht verändert“, erklärt Waalkes, „und ich muss auch keine Stimmübungen machen. Das funktioniert doch ganz gut.“

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Bildquelle:

  • ice-age-otto-waalkes: © 2022 Disney Enterprises, Inc.
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