Neu bei Netflix: Interaktive Serie und ein deutsches Filmepos

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© Netflix
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Mit „Berlin Alexanderplatz“ und „Du gegen die Wildnis“ hat der Streamingdienst Netflix ab heute zwei Titel neu im Programm, die beide auf ihre eigene Weise äußerst ungewöhnlich sind.

Genrekino aus Deutschland erlebt man eher selten. Insofern sticht ein Film wie „Berlin Alexanderplatz“ deutlich hervor. Darin hat Regisseur Burhan Qurbani den berühmten Jahrhundertroman von Alfred Döblin in ein rund dreistündiges Gangster-Epos verwandelt, das den bekannten Stoff in die Gegenwart holt und den Produktionsstandard vieler deutscher Kinoproduktionen übersteigt. Aus Franz Biberkopf (Welket Bungué) wird nun Francis, ein Geflüchteter, der seine Frau bei der Überfahrt auf dem Meer verloren hat.

In Berlin landet er in einer heruntergekommenen Flüchtlingsunterkunft. Eines Tages lernt er den zwielichtigen Reinhold (Albrecht Schuch) kennen, der ihn dazu verführt, in der Berliner Hasenheide mit Drogen zu dealen. Francis steigt in der Berlinaler Gangsterwelt auf, verliebt sich in die Prostituierte Mieze (Jella Haase), doch der Fall steht ihm schon bevor. Qurbanis Film zeigt das Berlin der Gegenwart als Sündenpfuhl in aufwendig ausgestatteten, neonbeleuchteten Bildern, inklusive brisanter Thematik. Nach seiner Weltpremiere bei der 70. Berlinale gab es dafür überwiegend großes Lob und fünf Deutsche Filmpreise. Ab heute kann der Film nach seiner Heimkinopremiere im vergangenen November auch bei Netflix gestreamt werden.

Interaktive Serie mit Bear Grylls

Mit einem seltenen Konzept ist ab heute etwa auch die Serie „Du gegen die Wildnis“ erschienen. In den acht jeweils 15 bis 20 Minuten langen Folgen begibt sich Bear Grylls auf Weltreise und landet in den entlegensten und gefährlichsten Regionen, wo er sich durch die Wildnis schlagen muss.

Das besondere Gimmick: Das Publikum kann dabei aktiv mitentscheiden, wie sich Bear in bestimmten Situationen verhalten soll. An den jeweiligen Stellen tauchen immer jeweils zwei Optionen auf, zwischen denen man sich schnell entscheiden muss. Ein ähnliches Konzept probierte Netflix bereits bei der „Black Mirror“-Folge „Bandersnatch“. Interkative Serien: das Fernsehen der Zukunft? Ab heute kann man wieder einmal über diese Frage nachdenken.

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