Psychopathische Mörder-Kids laufen auf Netflix wieder Amok

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Bild: © Netflix
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„The End of the F***ing World“ geht in die zweite Staffel – und führt neue grandios-verschrobene Charaktere ein. Wer die Serie noch nicht kennt, sollte dem nicht ganz geheimen Geheimtipp im Serienportofolio des Streaming-Dienstes eine Chance geben.

Verkorkste Erziehung und andere Begleitumstände können zu psychischen Abnormitäten führen, die aus Menschen tickende Zeitbomben machen. Die Konsequenzen daraus sind eigentlich selten lustig – wenn nicht eine deftige Prise britischer Humor das ganze in ein morbid-komisches Vergnügen verwandeln.

Seit Zeiten von Monthy Python, die Kreuzigungen, Hexenverbrennungen und multiplen Amputationen durch mittelalterliche Mordwerkzeuge einen tiefschwarz-humoristischen Touch zu verleihen vermochten ist klar: Britische Comedy kann mehr als harmlose Wortspielereien und Limericks – und schert sich wenig darum, was politisch korrekt ist, ohne dabei peinlich oder niveaulos zu sein.
„The End of the F***ing World“ schlägt in bester britischer Tradition in die gleiche Kerbe wie der Humor der legendären Comedy-Truppe von der Insel, ohne dabei deren Stil auch nur ansatzweise zu kopieren. Es ist vielmehr die tiefschwarze Komik in den kauzigen Dialogen und Selbstgesprächen der psychopathischen Teenager im Mittelpunkt der Serienhandlung. Hinter deren maskenhafter Ausdruckslosigkeit kocht auch in der zweiten Staffel wieder gnadenlose Gewalt hoch – und das ist in der zweiten Staffel noch eine Spur derber und komischer als im bereits hochklassigen ersten Durchlauf. Wer dem psychopathischen Vergnügen also noch keine Aufmerksamkeit geschenkt hat, kann sich ab sofort bei Netflix davon überzeugen – wenn man nicht allzu zart besaitet ist.

[rs]

Bildquelle:

  • Netflix-Tablet: © Netflix

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