Regiocast: „Wir sind mit Bundesliga zum DVB-H-Start sendebereit“

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Leipzig – Die DVB-H-Rechte an der Radio-Liveberichterstattung der Fußball Bundesliga hatte sich die Hörfunkproduktionsfimra Radiocast Digital bereits Anfang November gesichert. Jetzt sprach DIGITAL FERNSEHEN mit Florian Fritsche, Geschäftsführer von Radiocast, über die Bundesliga-Pläne.

DIGITAL FERNSEHEN: Ab wann könnten Sie mit Ihrem Programm auf Sendung gehen?
 
Florian Fritsche: Wir arbeiten mit Hochdruck an der Programmentwicklung: inhaltlich, personell und infrastrukturell. Wir werden in den nächsten Monaten so aufgestellt sein, dass wir zum Start von DVB-H, voraussichtlich Mitte 2008, sendebereit sind.

DF: Sie haben sich die Rechte an der Rückrunde der diesjährigen Saison sowie der kompletten nächsten Saison gesichert. Ist die Rechtedauer nicht zu kurz?
 
Fritsche: Die Rechte werden seitens der DFL nur für einen definierten Zeitraum vergeben, den wir ausgeschöpft haben. Insofern stellt sich diese Frage nicht.
 
DF: Die Pressemitteilung erwähnt ein 24-h-Programm – was senden Sie, wenn kein Spieltag ist?
 
Fritsche: Wir befinden uns gerade in der sehr spannenden Phase derProdukt- und Programmentwicklung. Von zentraler Bedeutung für unsere künftigen mobilen Nutzer ist dabei, dass wir nicht nur unmittelbar vor während und nach den Spielen den Fußball in den Mittelpunkt stellen, sondern diese Leidenschaft jeden Tag rund um die Uhr in all ihren Facetten mit Unterhaltung und guter Musik mit den ihnen teilen werden – von der Liveberichterstattung über Expertentalks bis hin zur Fankultur. Die interaktive, gemeinschaftsbildendeEinbindung der Hörer on air, auf dem Display und online wird dabei eine wichtige Rolle spielen.
 
DF: Stehen Sie dafür bereits mit einigen namhaften Reportern und Kommentatoren im Gespräch?
 
Fritsche: Wir sind in der Tat dabei, ein schlagkräftiges Team aufzubauen. Es wäre aber zu diesem Zeitpunkt noch zu früh, bereits Namen zu verraten.
 
DF: Was sollen die Bundeliga-Angebote die Kunden kosten?
 
Fritsche: Dazu können wir noch keine Ausage treffen, da dies vom Erlösmodell des Plattformbetreibers abhängt.
 
DF: Planen Sie einen eigenen Kanal oder arbeiten Sie den Plattformbetreiber zu?
 
Fritsche: Wir liefern dem Plattformbetreiber ein fertiges und hochattraktives Produkt ab.
 
DF: Stehen Sie in Gesprächen mit MFD und der großen Gruppe aus Vodafone, Telekom und O2?
 
Fritsche: Wir sprechen mit vielen Partnern, im Hinblick auf den Verbreitungsweg DVB-H mit Mobil 3.0 und den Landesmedienanstalten.
 
DF: Werden alle Spiele live produziert und übertragen, oder nur eine Auswahl? Wird es eine Konferenz geben?
 
Fritsche: Auch hier wäre es aufgrund noch zu klärender technischer Rahmenbedingungen (bspw. Kapazitäten usw.) noch verfrüht, über solche Umsetzungsszenarien zu sprechen. Wir wollen in jedem Fall ein attraktives Angebot.
 
DF: In der Pressemitteilung ist von digitalem Mehrwert die Rede. Welche technischen Angebote sind über das normale Radioprogramm hinaus im Gespräch?
 
Fritsche: Das Zusammenspiel von on air (Audio), online (Website) und on screen (display) wird ein wesentliches Moment unseres Angebotes sein. Unser Ziel ist es, ein gänzlich neues Programm an den Start zu bringen, das die digitalen Möglichkeiten weitestgehend ausschöpft: mobil, multimedial und konvergent. Wir haben ein sehr großes Interesse daran, das Medium Radio weiterzuentwickeln.
 
Wir sind davon überzeugt, dass dazu künftig auch eine eigene Bildsprache gehört. Zudem muss das Zeitbudget des mobilen Nutzers bei der Programmgestaltung berücksichtigt werden. Außerdem greifen wir dabei auf unsere Kernkompetenz, dem Konfektionieren von Audioinhalten für mobile Nutzungssituationen, zurück und entwickeln diese zielgerichtet weiter.
 
DF: Wie viel haben Sie für die Rechte bezahlt?
 
Fritsche: Das Investment liegt im sechsstelligen Bereich.
 
DF: Herr Fritsche, vielen Dank für das Gespräch. [lf]

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