Stalingrad: Neue Doku im TV und in der Mediathek

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Soldat auf Trümmern
Foto: rbb/Schmidt & Paetzel Fernsehfilm GmbH
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In diesem Winter ist die Schlacht von Stalingrad mit mehr als einer Million Toten innerhalb von etwa 200 Tagen 80 Jahre her.

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Angesichts des russischen Angriffskriegs in der Ukraine mitten in Europa haben die Ereignisse von damals plötzlich eine größere Verbindung zu heute als es noch vor ein paar Jahren schien. In der Dokumentation „Stalingrad – Stimmen aus Ruinen“ (die am 9.1. um 23.35 Uhr im Ersten und am 18.1. um 22.45 Uhr im RBB läuft) gibt es Bilder und Stimmen von damals zu sehen und zu hören. Die Doku ist von Artem Demenok (61), der aus Russland stammt und seit den 90er Jahren in Deutschland lebt.

Stalingrad-Doku vor TV-Ausstrahlung zum Streamen

Im 90-minütigen Film von Demenok, der am 3. Januar bei Arte lief und in der ARD-Mediathek steht, geht es um Tagebucheinträge und Briefe – von Zivilisten und Soldaten, von Russen und Deutschen. „Die Zeugnisse sind nicht nachträglich verfasst, kein Werk des Gedächtnisses mit all seinen Schwächen, Verbrämungen und Verzeichnungen“, betont die ARD. „Es sind Notizen, oft Gekritzel, entstanden in der Situation, ungeschönt und aufgeschrieben ohne Angst vor möglichen Folgen – und teils das letzte Andenken eines verlorenen Menschenlebens.“ Die Schlacht von Stalingrad gilt als kriegsentscheidende Niederlage der Deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Nach der Niederlage vor Moskau im Winter 1941 startete die Wehrmacht 1942 eine neue Sommeroffensive, in der sie bis nach Stalingrad an der Wolga vordrang. In den erbitterten Kämpfen wurde die Stadt fast vollständig zerstört, trotzdem gelang es den Faschisten nie, sie vollständig einzunehmen. Am 19. November 1942 begann der Gegenangriff der sowjetischen Roten Armee, im Zuge dessen die 6. Armee der Deutschen Wehrmacht eingekesselt wurde. Am 2. Februar 1943 gingen die letzten Einheiten der Deutschen in Kriegsgefangenschaft. Stalingrad trägt seit 1961 den Namen Wolgograd.

Text: dpa/ Redaktion: JN

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1 Kommentare im Forum

  1. Hatte bei Phoenix mal für ne Viertelstunde rein geschaut. Üble Geschichte mit zigtausenden unnötigen Toten im Detail mit vielen Bildern dargestellt! Walter Ulbricht wurde seitens der roten Armee als Parlamentär in Verhandlungen mit der 6.Armee Hitlers geschickt.
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