Telekom: „Liga total!“ auch ohne eigene Rechte überlebensfähig

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Obwohl die Deutsche Telekom bei der Vergabe der Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga ab der Saison 2013/14 leer ausgegangen ist und sogar die IPTV-Rechte an Sky verloren hat, gibt sich der Bonner Konzern hinsichtlich der Zukunft seine IPTV-Angebots „Liga total!“ zuversichtlich.

„Wir haben heute auf der Infrastruktur IPTV einen Marktanteil von mindestens 90 Prozent“, erklärte Christian P. Illek, Geschäftsführer Marketing der Telekom Deutschland, am Dienstagnachmittag bei einer Telefonkonferenz im Anschluss an die DFL-Bekanntgabe der künftigen Rechteverteilung gegenüber Journalisten. Insofern habe Sky ein großes Interesse daran, IPTV über die Deutsche Telekom zu nutzen, gab sich Illek optimistisch.
 
„Ansonsten hätte Sky ein Recht erworben, dass schlechterdings nur marginal ausgewertet werden könnte“, betonte der Marketing-Vorstand des Telekommunikationskonzerns, machte allerdings keinen Hehl aus der eigenen Enttäuschung: „Wir sind angetreten, um zu gewinnen“, sagte Illek.
 
Der Manager bestätigte, dass das Gebot der Telekom, die für alle Pay-TV-Rechte geboten hatte, deutlich über dem derzeitigen Preis von 250 Millionen Euro, aber unter der Offerte von Sky in Höhe von 486 Millionen Euro gelegen habe. Das Unternehmen habe nicht um jeden Preis bieten wollen.

Allerdings ist der Telekom auch klar, dass „Liga total!“ in seiner jetzigen Form nicht fortbestehen wird. „Es ist ein Unterschied, ob man ein Recht selbst erworben hat oder ob man von jemanden den Zugriff auf ein Recht erhält“, so Illek in der Telefonkonferenz. 
 
Dass Entertain nun die Kunden wegbrechen werden, glaubt der Telekom-Geschäftsführer aber nicht. „Von den Entertain-Kunden sind 11 Prozent ‚Ligal total!‘-Kunden“, erklärt Illek, „das heißt im Umkehrschluss, dass 89 Prozent nicht von der heute gefällten Entscheidung betroffen sind.“ Es sei Zeit genug, um die Verhandlungen aufzunehmen und zu einer Einigung zu kommen. 
 
Sky-Vorstandschef Brian Sullivan hatte der Telekom im Vorgriff auf das jetzige Szenario, bei dem ab der Bundesliga-Saison 2013/14 neben den Satelliten- und Kabelrechten auch die Auswertung für IPTV und Mobilfunk bei Sky liegt, bereits im Februar ein Angebot zur Zusammenarbeit unterbreitet.  „Gemeinsam mit Sky können sie alle unsere Inhalte vermarkten, und wir reden hier nicht nur über die Bundesliga“, hatte Sullivan in Richtung der Telekom-Manager gesagt. Und weiter: „Sie bieten es ihren Kunden an und teilen sich mit uns die Einnahmen. Das ist ein verdammt gutes Geschäftsmodell für sie“.
 
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