UEFA beteiligt sich an Social-Media-Boykott gegen Diskriminierung

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Englische Fußballclubs fordern ein stärkeres Vorgehen sozialer Netzwerke gegen Hass und Diskriminierung. Die Folge ist ein Boykott, an dem sich nun auch die UEFA beteiligen will.

Die UEFA schließt sich dem Boykott sozialer Netzwerke durch englische Fußballclubs als Zeichen gegen Rassismus und Anfeindungen für rund drei Tage an. Es gehe darum, Solidarität zu zeigen, hieß es in einer Mitteilung der Europäischen Fußball-Union am Donnerstag. Von diesem Freitagnachmittag an bis Montagmitternacht britischer Zeit würden die Plattformen der UEFA in den sozialen Netzwerken ruhen.

„Es hat Anfeindungen sowohl auf dem Platz als auch in sozialen Netzwerken gegeben. Das ist inakzeptabel und muss gestoppt werden“, betonte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin und rief öffentliche und gesetzgebende Behörden sowie auch die „Social-Media-Giganten“ zur Mithilfe auf. „Eine Kultur des Hasses ungestraft wachsen zu lassen ist gefährlich, sehr gefährlich. Nicht nur für den Fußball, sondern für die gesamte Gesellschaft“, betonte der UEFA-Chef.

Aus der Bundesliga hat die TSG 1899 Hoffenheim angekündigt, bei dem Boykott mitzumachen. Auch Mitglieder der TSG seien zuletzt übel beschimpft oder mit rassistischen Aussagen beleidigt worden, hatte der Fußball-Bundesligist zu Wochenbeginn erklärt.

Die Aktion richtet sich bei den Kraichgauern wie auch bei den Initiatoren aus England auf die Netzwerke Facebook, Twitter und Instagram. Die Plattformen müssten mehr gegen den Hass im Netz unternehmen und zeigen, wie wichtig der fortwährende Kampf gegen Diskriminierung sei, hatte es in einer Stellungnahme der englischen Top-Vereine geheißen.

Text: dpa/ Redaktion: JN

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