2021 noch mehr Budget für Streaming-Werbung

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Marketing-Unternehmen wollen nächstes Jahr mehr Geld in Streaming-Werbung investieren als im linearen Fernsehen. Das geht aus dem aktuellen Industry Pulse Report für 2021 von Integral Ad Science hervor.

Für die Studie hat der Marktforscher über 200 Experten aus der US-amerikanischen Branche befragt. Die Ergebnisse zeigen: Digitale, neue Formen des Fernsehens und Connected TV haben – wahrscheinlich wenig überraschend – oberste Priorität. Dementsprechend vermutet der Großteil der Befragten, dass sich Marketingausgaben gerade in Hinblick auf Streaming-Werbung noch schneller vom linearen Fernsehen wegbewegen werden.

Die Corona-Krise dürfte dazu maßgeblich beigetragen haben. Schließlich stand gerade in Zeiten von Social-Distancing das Streaming in diesem Jahr groß im Trend. Die Studie hat die verschiedenen Prioritäten der Industrie für das kommende Jahr aufgeschlüsselt. Digital video/OTT und Connected TV führen die Liste an. Nur noch zwölf Prozent der Befragten legen laut IAS den Fokus noch auf lineares Fernsehen.

Social Media im Fokus

Wie man aus dem Report herauslesen kann, erhoffen sich viele der befragten Experten von Connected TV vor allem umfassendere Dateninformationen. Damit kann man dann die jeweiligen Werbekampagnen noch besser auf den Markt zuschneiden und optimieren. Darüber hinaus sollen die Marketer voraussichtlich auch in Werbung auf den verschiedenen sozialen Plattformen mehr investieren wollen. Gerade Facebook und YouTube haben dabei oberste Priorität. Hier dürfte man insbesondere eine jüngere Zielgruppe anvisieren, auch wenn die Zweifel an der Transparenz der Netzwerke zum Teil größer werden.

Letztendlich beziehen sich die erhobenen Daten zwar auf die USA, aber natürlich betreffen diese Themen auch den internationalen Markt. Dass beispielsweise Streaming eine immer größere Konkurrenz für das lineare Fernsehen darstellt, ist schließlich längst kein Geheimnis mehr.

Und auch die Attraktivität der erleichterten Datenerhebung leuchtet ein. Plattformen wie Netflix können genauestens das Sehverhalten ihrer Nutzerinnen und Nutzer analysieren und per Algorithmen in bestimmte Richtungen lenken. Zielgruppen können auf digitalen Plattformen noch präziser untersucht werden als das klassische Fernsehpublikum. Dass damit auch Werbekampagnen künftig immer mehr optimiert werden können, ist da nur eine logische Konsequenz.

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11 Kommentare im Forum

  1. Und dann schön personalisiert auf jeden einzelnen User zugeschnitten - zumindest wenn die Endgeräte dabei nicht abstürzen. :LOL:
  2. Davon ist auszugehen, weil ja in den meisten Ländern auch PayTV mit Werbeunterbrechung ist. In den USA kommt trotz 100 Dollar Abo genauso Werbung wie bei uns im FreeTV. Und da die meisten Dienste aus den USA sind, wird das mittelfristig sicher auch wieder kommen. Besonders wenn immer mehr Leute vom Kabel ins Streaming wechseln, denn dann brechen den Networks die Werbeeinnahmen weg.
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