5G-Netzaufbau: USA warnen vor Spionagegefahren

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Vertreter aus den USA und mehr als 30 weiteren Staaten haben in Prag über mögliche Gefahren des 5G-Netzaufbaus für die Datensicherheit diskutiert.

„Die Cybersicherheit muss von Anfang an eine Priorität sein“, sagte der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis am Donnerstag zu Beginn der zweitägigen Konferenz.
 
Die geplanten Mobilfunknetze der 5. Generation versprechen einen wesentlich höheren Datendurchsatz und eine größere Kapazität. Kritiker warnen indes, dass die neuen Funkmasten zum Beispiel von chinesischen Ausrüstern für Spionage genutzt werden könnten.

Die USA wollen Firmen wie Huawei deshalb außen vorhalten. Joshua Steinman, Cybersecurity-Berater von US-Präsident Donald Trump, mahnte in Prag zur Vorsicht. Die USA setzten sich für einen „veranstwortungsvollen weltweiten Einsatz“ der neuen Technologie ein. „Wir sind der Ansicht, dass diese Infrastruktur einen Teil der (nationalen) Souveränität ausmacht“, sagte Steinman.
 
Der EU-Kommissar für die Sicherheitsunion, Julian King, betonte in einer Videoansprache die Bedeutung nationaler und europaweiter Risikobewertungen, wollte die Ergebnisse aber nicht vorwegnehmen „Diese Empfehlung richtet sich nicht gegen ein bestimmtes Unternehmen“, betonte der Brite. In Deutschland läuft derzeit die Versteigerung der ersten 5G-Mobilfunkfrequenzen. [dpa]

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11 Kommentare im Forum

  1. Mit diesem Hinweis könnte sich auch die USA selbst an den Pranger stellen, die Daten von Privatpersonen sind ohnehin uninteressant. Industrie-Spionage ist die heutige / wird auch die zukünftige [FONT=Arial]Gefahr via G5[/FONT] sein (und moderne Kriegsführung, bei Bedarf alle Systeme an die Wand fahren)!
  2. Amerikanische Konzerne gehen dann aber auch nicht. Da hat doch die NSA bei jedem größeren Provider eigene Räumlichkeiten.
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