Alles geklaut: Sportverbände kritisieren Piratensender BeoutQ

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Neues Kapitel um den Piratensenders BeoutQ aus Saudi-Arabien: Diverse Sportverbände haben eine gemeinsame Erklärung verbreitet und appellieren an die saudische Regierung.

Die Inhaber der Rechte an verschiedenen Fußballwettbewerben, verurteilen in einem Schreiben vom Mittwoch fortwährenden Diebstahl des geistigen Eigentums durch den Piratensender BeoutQ aufs Schärfste. FIFA, AFC, UEFA, Bundesliga, LaLiga, Premier League und Lega Serie A fordern die Behörden in Saudi-Arabien auf, sie dabei zu unterstützen, die Urheberrechtsverstöße zu beenden.
 
Der Kanal wird über den Satelliten Badr 6 auf 26º Ost übertragen und ist damit nicht direkt mit Sat-Schüssel, sondern nur via Streaming in Deutschland empfangbar.

Ob die Verbände Gehör finden ist fraglich. 2017 verhängten Saudi-Arabien und verbündete Staaten aus der Region eine Blockade gegen Katar, weil sie dem reichen Emirat Terrorunterstützung vorwerfen. Von der Blockade betroffen ist auch der erfolgreiche Sender „beIN Sports“ im Königreich Katar, der in Saudi-Arabien verboten wurde. Etwas später ging der Piratensender BeoutQ an den Start, mit einem Namen, der eindeutig auf das verfeindete Emirat anspielt: Be out Qatar. Und bei BeoutQ läuft mit einigen Sekunden Verzögerung das geklaute Programm von „beIN Sports“.
 
Nach Meinung der Sportverbände ist BeoutQ spezifisch auf Kunden in Saudi-Arabien ausgerichtet und nutzt die Einrichtungen mindestens eines Unternehmens in Saudi-Arabien. In den vergangenen 15 Monaten habe man neun Anwaltskanzleien in Saudi-Arabien kontaktiert, die sich alle entweder weigerten, im Namen der Verbände tätig zu werden, oder den Auftrag zunächst annahmen, später aber wieder davon zurückgetreten sind.
 
In Saudi-Arabien sei es derzeit nicht möglich, einen Rechtsbeistand einzusetzen, der in ihrem Namen tätig sein will oder kann, um eine Urheberrechtsbeschwerde gegen BeoutQ einzureichen. Angesichts des Ausmaßes der Piraterie von BeoutQ in Saudi-Arabien und der Tatsache, dass diese unvermindert andauert, fordern die Verbände das Ministerium und die saudische Regierung auf, gegen BeoutQ vorzugehen. [fp]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

15 Kommentare im Forum

  1. Dann sollen sie Saudi Arabien eben von int. Wettbewerben ausschließen. Gleich, für mehr Fairniss die SA Investoren im Fußball davon jagen. Dann würde aber wieder Real, ManU, PSG und zig andere protestieren, eine verlogene Sportwelt in der wir uns befinden.:ROFLMAO:
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