Angst: Doku „Khodorkovsky“ wird nicht in Russland präsentiert

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Der Filmemacher Cyril Tuschi wird seinen Dokumentarfilm „Khodorkovsky“ über Putin-Gegner Michail Chodorkowski nicht wie geplant in Moskau präsentieren, weil er seine Sicherheit in Gefahr sieht.

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Tuschi stellt seine Dokumentation am heutigen Montag im Rahmen der Berlinale zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor. Bereits im Vorfeld stand der Film regelmäßig in den Schlagzeilen. Vor wenigen Monaten wurde eine Rohversion des Titels aus dem Hotelzimmer Tuschis auf der Insel Bali gestohlen. In der vergangenen Woche brachen Unbekannte in sein Berliner Studio ein und entwendeten die Endfassung des Dokumentar-Films (DIGITAL FERNSEHEN berichtete).

Der Nachrichtenagentur AFP sagte der 42-Jährige am Sonntagabend, dass er aufgrund dieser Vorfälle seinen Film nicht wie geplant in der russischen Hauptstadt Moskau präsentieren wird. Er fühle sich derzeit sehr unsicher, hieß es. Tuschi wollte sich allerdings nicht darüber äußern, ob er einen direkten Zusammenhang zwischen den Diebstählen und seinem Dokumentar-Film sieht. Der Filmemacher räumte weiterhin ein, dass er das plötzliche Interesse der Medien an „Khodorkovsky“ als positiv empfinde.

Der Film thematisiert die Geschichte des russischen Öl-Milliardärs Michail Chodorkowski, der vor acht Jahren wegen Steuerhinterziehung und Betrug in Moskau verhaftet wurde. Vor seiner Gefangennahme finanzierte der Unternehmer Oppositionsparteien und bezichtigte Präsident Putin öffentlich der Korruption. Filmemacher Cyril Tuschi sagte der Agentur, dass er verstehe, warum viele Menschen in Russland den Film als Provokation betrachten. Er selbst wolle allerdings erreichen, dass dass über das Schicksal von Chodorkowski weiterhin gesprochen werde. [dm]

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6 Kommentare im Forum

  1. AW: Angst: Doku "Khodorkovsky" wird nicht in Russland präsentiert Kann ich mir nicht vorstellen: Sind doch alles lupenreine Demokraten dort in Moskau.
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