Apple soll halbe Milliarde für 4G-Patente zahlen

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© Apple
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Ein Gericht in Texas hat Apple zur Zahlung von gut einer halben Milliarde US-Dollar für die Nutzung von 4G-Patenten im iPhone und anderen Geräten verurteilt.

Die Geschworenen in der Stadt Marshall sahen es als erwiesen an, dass Apple fünf Patente der Firma Optis Wireless Technology verletzt habe. Der iPhone-Konzern kündigte umgehend an, in Berufung gehen zu wollen.

Der auf 506,2 Millionen Dollar festgelegte Betrag kann auch noch höher ausfallen: Die Geschworenen befanden, dass Apple die Patente bewusst verletzt habe. Damit kann der Richter die Summe verdreifachen. 

„Solche Klagen von Unternehmen, die Patente anhäufen, um die Branche zu drangsalieren, dienen nur dazu, Innovationen zu ersticken und Verbrauchern zu schaden“, kritisierte Apple.

4G, in Deutschland auch als LTE bekannt, ist die aktuell am meisten verbreitete Technologie für schnelle Datenübertragung im Mobilfunk.

In Texas war der Konzern von Geschworenen bereits zur Zahlung von 503 Millionen Dollar an die Firma VirnetX für die Nutzung von Patenten verurteilt worden. Ein Berufungsgericht fand aber Fehler bei der Berechnung des Betrags und ordnete einen neuen Prozess an, der im Herbst beginnen soll.

Bildquelle:

  • Apple-4: © Apple

4 Kommentare im Forum

  1. bei den preisen, die die für ihre produkte verlangen und erhalten, bezahlt das die dame am empfang aus der portokasse.
  2. Das kostenlose gilt immer nur für den Endverbraucher. Die Unternehmen müssen für alles zahlen, was es gibt. Sei es EPG, Musik/Video-Codecs uvm. Schließlich sind die nicht von der Heilsarmee entwickelt worden. Wobei es bei einigen Lizenzen (EPG z.B.) nur um Geld scheffeln geht. Tatsächliche Leistungen sollten auch entsprechend honoriert werden. Auch von Apple, die ja schon von Anbeginn bei vielen anderen Firmen mal in die Kiste gegriffen haben. Und bevor jetzt wieder eine Riesendiskussion seitens der Apple-Fraktion startet........es ist alles nachweisbar und bekannt. Einem Unternehmen, welches andere Hersteller verklagt, weil sie quadratische Icons hinter einer transparenten Glasscheibe auf einem rechteckigen Smartphone mit abgerundeten Ecken verwenden, geschieht so eine Klage zurecht. Hier geht es um allgemeine grundlegende Technologien und nicht um iPhone-Schmökes ala Facetime o.ä. Ich bewundere die Leistung von Jobs, aber nicht die Technologie. Eigentlich bin ich auch kein Freund von Android oder Microsoft. Aber irgendetwas muss man ja nutzen. Da spielt dann die Auswahl der Programme/Apps eine Rolle. Viele Apps oder Programme, die ich nutze gibt es eben nicht für Linux, iOS etc.
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