ARD-Chef Wilhelm: Regionalität kostet – das Publikum will Nähe

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In der Diskussion um die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm die Bedeutung der regionalen Berichterstattung betont.

Es sei wichtig, flächendeckend mit Journalisten vertreten zu sein, sagte der Intendant des Bayerischen Rundfunks bei den Medientagen Mitteldeutschland in Leipzig. „Das ist nicht der Ausgabenposten, wo wir kürzen können, es sein denn, man würde mehr auf Ballungsräume gehen. Das Publikum will aber, dass wir Nähe herstellen. Qualität kostet, und Regionalität kostet auch.“

Derzeit beträgt der Rundfunkbeitrag 17,50 Euro pro Haushalt im Monat, die Beitragshöhe wird bisher alle vier Jahre neu festgelegt. Der jetzige Beitrag gilt nur noch bis Ende 2020. ARD, ZDF und Deutschlandradio haben mittlerweile ihren Finanzbedarf angemeldet. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) wird Anfang 2020 einen Vorschlag zur Beitragshöhe abgeben. Anschließend entscheiden die Länderchefs darüber. [dpa]

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32 Kommentare im Forum

  1. Das regionalfenster wird kaum mehr kosten wie vor 20 Jahren. Eventuell sollte man mal die Gehälter der Intendanten überprüfen und einige Sender streichen sowie sportübertragen streichen die über Satellit in ganz Europa und sogar über 13 grad ost bis nach Iran frei empfangbar sind
  2. Alleine schon, weil das Lohnniveau nicht mehr dem von vor 20 Jahren entspricht, wage ich das zu bezweifeln. Ausserdem hatte vor 20 Jahren nicht jedes Dorf (überspitzt gesagt) sein lokales TV-Studio (siehe WDR). Welche Sportveranstaltungen werden denn dort noch übertragen?
  3. An der Regionalisierung von MDR Schlagerwelt, NDR 2, NDR Info habe ich so meine Zweifel. Das muss nicht sein. Wenn ich Regionale Nachrichten hören möchte schalte ich auf die regulären Regionalsender.
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