ATV-Verkauf soll schleppend laufen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Wien – Die kolportierten Verluste im zweistelligen Millionenbereich dämpfen wohl das Interesse potenzieller Käufer am größten österreichischen Privatsender ATV. Bis heute soll dennoch eine Shortlist mit drei Interessenten aufgesetzt worden sein.

Dabei geht es um die 43-prozentigen Anteile der Bawag, mit deren Verkauf die Investmentbank Rothschild beauftragt wurde. Laut dem „Standard“ interessiert sich die RTL-Gruppe für die Beteiligung. Weil ATV jedoch nicht viele Werbeeinnahmen bringen würde, sollen die Luxemburger nur ein mageres Angebot über 20 bis 30 Millionen Euro vorgelegt haben – die Bawag erhofft sich insgesamt 50 Millionen für ihre Anteile.

Auch soll der ehemalige Vorstand der Wiener Börse Stefan Zapotocky ein Konsortium ausländischer Investoren, unter anderem aus Italien, zusammengestellt haben. Aufgrund dieser wagen Verkaufslage hat der Hauptgesellschafter Herbert Kloiber wieder gute Karten: Soll es kein attraktives Angebot geben, kann der Tele-München-Geschäftsführer die 43 Bawag-Prozent per Vorkaufsrecht günstig erwerben. [lf]

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