Autos mit Brennstoffzelle bald so marktfähig wie E-Autos

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Das Forschungszentrum Jülich sieht die Brennstoffzelle als große Chance für die deutsche Autoindustrie und ihre Beschäftigten. Die technischen Probleme seien inzwischen gelöst.

„Die noch notwendige Kostenreduktion kann jetzt über die Massenfertigung erzielt werden“, sagte Thomas Grube, Leiter des Bereichs Mobilität am Forschungszentrum Jülich, der „Motortechnischen Zeitschrift“.

Schon in den nächsten Jahren seien Autos mit Brennstoffzelle so marktfähig wie Elektroautos mit Batterie. „Die Serienreife haben Honda, Hyundai und Toyota nachgewiesen. Auch Daimler ist im Rennen“, sagte Grube. Die Brennstoffzelle biete die Chance, die Fertigungstiefe der deutschen Autohersteller zu erhalten. Beim Batterieauto ist sie deutlich kleiner, weil die Batteriezellen aus Asien kommen.

Brennstoffzellen machen aus Wasserstoff und Sauerstoff Wasserdampf und Strom. Tankzeit und Reichweite der Autos entsprechen denen von Benzinern. Allerdings kostet ein Wasserstoff-Auto heute noch rund 70.000 Euro. Toyota hat weltweit nach eigenen Angaben knapp 10.000 solcher Fahrzeuge verkauft.

Für Lastwagen im Fernverkehr sehen die Hersteller die Brennstoffzelle als möglichen Nachfolger des Diesels, weil Gewicht und Ladezeiten von Akkus großer Lastwagen enorm sind. [dpa]

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365 Kommentare im Forum

  1. Noch, man will bei VW ja ein Werk bauen, nur werden die Akkus dann noch teurer. Da wird VW dann bald abgehängt werden weil sie aufs falsche Pferd gesetzt haben.
  2. Das Hauptproblem der Bennstroffzelle ist derzeit der sehr schlechte Wirkungsgrad. Dieser Hauptnachteil kann noch nicht durch die Vorteile aufgewogen werden. Deswegen denke ich nicht, dass VW aufs falsche Pferd gesetzt hat, man hat einfach die die anderen deutschen Automobilbauer zu spät mit der E-Mobiltät angefangen. Übrigens sind auch Brennstoffzellenautos E-Autos, nur beziehen sie ihren Strom nicht aus einem Akku, sondern aus der Brennstoffzelle. Ich kann mit beiden Techniken gut leben. Es wird soch wohl ein Mischbetrieb einstellen. Für Privatpersonen mit eigener Lademöglichkeit daheim werden Akku-Autos bevorzugt werden, weil man sich beim "Tanken" einfach Zeit und Geld spart. Für Laternenparker und Vielfahrer ist das Brennstoffzellenauto die bessere Alternative.
  3. Guckt euch mal die Doku an, unter welchen Bedingungen das Lithium für die Akkus abgebaut wird! Da wird Grundwasser hochgepumpt, das Wasser wird einfach verdunstet und übrig bleibt, unter Einsatz von Chemie, Lithiumsalz. Pro Autobatterie verdunsten 80.000 Liter wertvolles Grundwasser...
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