BBC will Millionen mit Sportrechten sparen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Die britische BBC setzt ihren Sparkurs fort, nun sollen auch im Programm drastische Einschnitte vorgenommen werden. So sollen die TV-Rechte von Sportereignissen, darunter auch die Formel 1, dem Rotstift zum Opfer fallen.

Der von der Politik verordnete Sparkurs der britischen BBC wird fortgesetzt. So will die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt nun drastische Einschnitte in ihrem Programm vornehmen. Neben Comedy, Nachrichten- und Unterhaltsprogrammen sollen auch Sportereignisse dem Rotstift zum Opfer fallen. Laut dem britischen „The Guardian“ kündigte BBC-Direktor Tony Hall nun an, dass Einschnitte in diesen Programmbereichen der Sendeanstalt unvermeidlich seien, die finanzielle Situation der BBC lasse ihm keine andere Alternative. Bis 2017 muss die BBC insgesamt 150 Millionen Pfund einsparen, das entspricht rund 214 Millionen Euro.

Besonders hart soll der Sparkurs nun die Ausstrahlung von Sportereignissen treffen. Hier will die BBC besonders große Einsparungen vornehmen, laut „The Guardian“ will  sie allein 35 Millionen Pfund mit Sportrechten einsparen, das sind knapp 50 Millionen Euro. Bisher nahm die BBC viel Geld in die Hand, um sich bei der Live-Sportberichterstattung gegen die mächtigen Konkurrenten von Sky und BT durchzusetzen. Künftig soll die BBC jedoch in dieser Sparte mit 35 Millionen Pfund weniger auskommen. Von der neuen Sparwelle sollen auch die TV-Rechte für die Formel 1 betroffen sein, die rund ein Drittel der 35 Millionen Euro ausmachen. Derzeit gibt der öffentlich-rechtliche Sender 12 Millionen Pfund pro Jahr für die Königsklasse des Motorsports aus, das sind rund 17 Millionen Euro.

Doch die Pläne scheinen bei der Umsetzung auf Widerstand zu treffen: Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat nun gegenüber dem „Telegraph“ gesagt, dass der Vertrag mit der BBC zur Ausstrahlung der Königsklasse-Rennen noch bis 2018 laufen, ein vorzeitiger Ausstieg aus dem Vertrag sei ausgeschlossen. Bereits am Mittwoch soll ein Treffen zwischen Ecclestone und BBC-Vertretern stattgefunden haben, die im Gespräch nach kostengünstigeren Möglichkeiten für die TV-Übertragung des Motorsports suchten. Bis 2018 teilt sich sich die BBC die Ausstrahlung der Formel 1 noch mit dem britischen Pay-TV-Sender Sky. [kw]

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7 Kommentare im Forum

  1. BBC mus wohl auch sparen? Jedoch ist das nicht so, wie in Deutschland, wo von morgens bis abends billige Liebesschnulzen und Telenovelas laufen und dabei noch mon. 18 Euro verlangt wird.
  2. So ist es! Wenn man willens wäre dann könnte man auch sparen ohne dass der Bürger dabei auf relevante Informationen verzichten muss.
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