Bisky bewertet wettbewerbsrechtliche Begrenzung von Premiere als schwierig

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Leipzig – Lothar Bisky bewertet eine wettbewerbsrechtliche Begrenzung der Pay-TV-Plattform Premiere angesichts der bestehenden Dominanz und der vertikalen Überschneidungen von News Corp. als schwierig.

„Eine Entflechtung vorherrschender Marktmacht, sofern diese durch inneres Wachstum erreicht wurde, ist – anders als im Medienrecht – nach dem Kartell- und Wettbewerbsrecht nicht möglich“, so Lothar Bisky, medienpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Die Linke, im Interview mit DIGITAL FERNSEHEN.
 
Daher sollte seiner Meinung nach die Politik die Grundlagen für die Zugangskontrolle via Conditional-Access-Technologie schaffen. „Was spricht dagegen, im Rundfunkstaatsvertrag festzuschreiben, dass nur solche Systeme zum Einsatz kommen, die über eine Common-Interface-Schnittstelle verfügen, so dass die verschiedenen Systeme aus Verbrauchersicht untereinander kompatibel werden?“, beklagt Bisky gegenüber DF.

Zudem befürchtet er, dass Medienzar Rupert Murdoch als Chef des Medienkonzerns News Corp. „über seine Einzelunternehmen eine durchgehende Verwertungskette aus Programminhalten, Verschlüsselung und Set-Top-Boxen bei Premiere installieren“ wird. Murdochs Geschäftsmodell laufe Bisky zufolge darauf hinaus, „den deutschen Pay-TV-Markt zu beherrschen.“
 
Genaue Vorstellungen darüber, wie der deutsche Pay-TV-Markt gestaltet sein sollte, damit alle Teilnehmer diskriminierungsfrei am Marktgeschehen teilnehmen können, hat Bisky bereits: „Diskriminierungsfreiheit ist dann gegeben, wenn für alle Marktteilnehmer der Marktzutritt zu fairen und nachvollziehbaren Bedingungen ermöglicht wird. Dazu sind technologische Standards zu setzen, die ein Maximum an Interoperabilität auf Seiten der Empfangsboxen erlauben.“
 
Das vollständige Interview lesen Sie morgen auf www.digitalfernsehen.de. [cg]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

16 Kommentare im Forum

  1. AW: Bisky bewertet wettbewerbsrechtliche Begrenzung von Premiere als schwierig der Jugendschutz ist ja politisch gewollt, weil wir unsere Kinder nicht im Griff haben und nicht mehr mitkriegen, was sie wann im TV gucken... aber CI-Pflicht (nicht CI+ !!) per Beschluss auf den Weg zu bringen halte ich dann mal wirklich für sinnvoll. Wird nur nie passieren denke ich!
  2. AW: Bisky bewertet wettbewerbsrechtliche Begrenzung von Premiere als schwierig Lothar Bisky, Lothar Bisky, Lothar Bisky, hat der einen Vertrag mit DF??? Soviel Lothar Bisky geht mir langsam auf die Eier. Sorry, ich enschuldige mich schon jetzt für meine Entgleisung. L.B. ist ja genau so nervend wie Premiere Freundschaftswerbung.
  3. AW: Bisky bewertet wettbewerbsrechtliche Begrenzung von Premiere als schwierig was bitte ist gegen eine Geschlossene Verwertungskette ein zu wenden. klar wäre das ein Monopol,nur langsam sollte sich unser Staat mal entscheiden,im Medienbereich und anderen Ecken sind wir gegen Monopole und im Glücksspiel wollen wir es haben weil der Gewinn ja dann den Ländern zu gute kommt,sowas nennt man Scheinheilig. Und da das Kartellamt dort mitgezogen hat als es um das verbot von Privaten Wettanbietern in Deutschland ging kann ich leider vor diesen Beamten oder sollte ich Staatslobbyisten sagen keinen Respekt mehr haben. wenn wir für freien Wettbewerb sind dann bitte in allen Bereichen des lebens und da zählt leider das Glücksspiel dazu. Und wenn Murdoch meint sein geschlossenes Konzept auch in Deutschland ein zu führen,dann ist das sein Geschäft,niemand kann ihm vorschreiben wie er Geld verdienen möchte,es bleibt doch jedem Kunden überlassen nach den dann gültigen Regeln das produkt zu kaufen oder nicht. wenns den Leuten nicht gefällt dann nicht,und es ist ja nicht so das das Konzept erst seit heute existiert,wenn es so doll böse wär hätten unsere Eurokraten längst gehandelt.
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