[Blick auf die Börse] Analysten treten aufs Gaspedal

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Wie sich die börsennotierten Medienunternehmen Sky, Kabel Deutschland, ProSiebenSat.1 und RTL Group an den Aktienmärkten behauptet haben, analysiert DIGITALFERNSEHEN.de im wöchentlichen „Blick auf die Börse“.

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Der Bezahlanbieter Sky Deutschland hat sich in den vergangenen sieben Tagen von seinem Zwischentief erholen können. Die Aktie drehte gegenüber der Schlussnotierung am letzten Donnerstag um 2,13 Prozent ins Plus und notiert aktuell bei 2,064 Euro. Im Sechsmonats-Trend steht allerdings nach wie vor ein fast 30-prozentiger Rückgang zu Buche. Der mit dem Auftakt der Bundesliga-Saison verbundene Kundenzuwachs konnte die Fantasien am Parkett daher offenbar nur wenig beflügeln. Der Börseninformationsdienst „Instock“ konstatierte, erst wenn es der Aktie erneut gelinge, signifikant aus dem Seitwärtstrendkanal nach oben auszubrechen, sei der Weg zum Kaufkursziel von 3,40 Euro frei.
 
Die ProSiebenSat.1 Media AG musste im Gegenzug ein leichtes Defizit von 1,89 Prozent an der Börse hinnehmen. Mit 11,675 Euro präsentierte sich das Papier am Freitagmittag leicht schwächer. Der Halbjahrestrend weist mit Kursrückgängen von 49.43 Prozent den Weg zu einer Werthalbierung. Das Bankhaus Lampe überraschte die Anleger in dieser Woche mit unverhohlenem Optimismus: „Wir gehen davon aus, dass der Rückgang der Werbeeinnahmen nicht so massiv ausfällt, wie dies vom Markt antizipiert wird“. Entsprechend sehen die Analysten der Privatbank das Kursziel für ProSiebenSat.1 bei 23 Euro – ein Niveau, das das Papier zuletzt Ende Februar erreicht hatte.

 
Die luxemburgische RTL Group konnte unterdessen mit einem satten Kursgewinn von 13,37 Prozent eine erfolgreiche Handelswoche verzeichnen und erholte sich seit Wochenbeginn von 56,45 Euro auf aktuell 64,00 Euro. Vom bisherigen Jahreshöchststand von 75,82 Euro am 9. Januar ist RTL derweil trotzdem noch ein gutes Stück entfernt. Zuletzt hatten in Deutschland die medienrechtlichen Ermittlungen aufgrund der Berichterstattung über die Gamescom für öffentlichen Wirbel gesorgt – wirtschaftlich blieb der PR-Eklat dagegen ohne sichtbare Konsequenzen.
 
Ein leichtes Plus von 2,59 Prozent schlug sich auch bei der Kabel Deutschland Holding AG nieder. Der größte deutsche Kabelnetzbetreiber eröffnete den Handel am Montag beim Stand von 36,32 Euro und kratzte am Freitagnachmittag an der 37-Euro-Marke. Von den heftigen Kursbewegungen an den weltweiten Börsen zeigte sich das Papier eher unbeeindruckt und büßte seit Februar überschaubare 5,61 Prozent an Wert ein. Die Schweizer Großbank UBS hat Kabel Deutschland unterdessen von „Neutral“ auf „Buy“ hochgestuft, das Kursziel aber von 45,00 auf 42,50 Euro gesenkt. Es gebe Anzeichen, dass der zuletzt rückläufige Markt für Breitbandanschlüsse wieder anziehe, schrieb Analyst Polo Tang in einer Studie vom Donnerstag.
 
Im „Blick auf die Börse“ informiert die Redaktion von DIGITALFERNSEHEN.de wöchentlich am Freitag über die Kursentwicklung ausgewählter deutscher Medienaktien.
 
 [ar]

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