Blu-ray Disc gegen Video on Demand: Wer setzt sich durch?

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Los Angeles – Die Blu-ray-Verkäufe haben der DVD immer noch nicht den Garaus gemacht. Nun machen der Blu-ray auch noch die Filmverbreitung über das Internet und das Handy zu schaffen.

Brancheninsider vermuten, dass die Blu-ray-Disc der letzte Datenträger ihrer Art ist und in Zukunft Verbraucher sich nur noch über das Netzwerk und Festplatte bzw. SD-Cards/USB-Sticks ihre Filme beschaffen. Toshiba plant DIGITAL FERNSEHEN vorliegenden Informationen zufolge ein Pilotprojekt mit der Handelskette Best Buy. Der Nutzer soll per eigener SD-Karte an einem Terminal die Filminhalte herunterladen, bezahlen und zu Hause anschauen können.

Auch das Marktforschungsunternehmen Futuresource geht davon aus, dass der digitale Vertrieb von Filmen über das Internet für die Blu-ray in Zukunft eine ernsthafte Konkurrenz werden könnte. Das besagt auch eine Studie des Marktforschungsunternehmens Futuresource.
 
Wie der Branchendienst Videobusiness berichtet, der sich aufFuturesource bezieht, wird die digitale Einführung zügiger vorankommen als der Verkauf der Blu-ray. Die Konsumenten würden sich bereits jetzt in einem größeren Maß digital Filme beschaffen als bekannte Anbieter ihre digitalen Angebote expandieren. Zum Beispiel hätten Netflix und Amazon kürzlich begonnen, Streams und Downloads exponierten Stellen innerhalb ihres Versandhandels zu plazieren.
 
LG und Samsung Blu-ray-Player, die jetzt den Netflix-Service anbieten, würden ebenso das Online-Geschäft vorantreiben. Warner und 20th Century Fox Home Entertainment sollen sogar mehr Titel über Video-on-Demand zur gleichen Zeit anbieten als DVD-Veröffentlichungen und würden so zu einer weiteren digitalen Annahme bei den Konsumenten beisteuern. Beschleunigte Breitbandgeschwindigkeiten innerhalb der nächsten Jahre würden ebenso den digitalen Verkauf ankurbeln.
 
DVD und Blu-ray bleiben bis 2012 ein flaues Geschäft, während sich die Home-Entertainment-Industrie durch den Online- und Handy-Vertrieb, der insbesondere in den USA zunimmt, verstärkt. Futuresource glaubt in Übereinstimmung mit Einschätzungen der Film-Studios dennoch, dass sich die Blu-ray-Verkäufe 2009 verdreifachen werden.
 
Trotzdem werde die Wachstumsgeschwindigkeit der blauen Scheibe nicht schnell genug sein, um die DVD vom Markt zu drängen. Bis 2012 sollen die Verbraucher insgesamt 20 Milliarden US-Dollar für DVDs und Blu-rays ausgeben und 3,5 Milliarden US-Dollar für digitale Downloadvarianten. [ar]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

20 Kommentare im Forum

  1. AW: Blu-ray Disc gegen Video on Demand: Wer setzt sich durch? Mit einem etwas traurigen Auge glaube ich Video on Demand wird sich langfristig durchsetzen!
  2. AW: Blu-ray Disc gegen Video on Demand: Wer setzt sich durch? wär mir recht dann werden die blu-rays endlich billiger ... 30 euro is schons ehr heftig ...
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