BPB fördert Formate von Privatsendern mit Steuergeldern

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Um mehr junge Menschen für politische Themen zu begeistern, setzt die Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) nun verstärkt auf die Privatsender und fördert verschiedene Formate mit Steuergeldern. Darunter auch ein ProSieben-Quiz mit Yoko und Klaas. Zur Bundestagswahl 2013 sollen weitere Sendungen folgen.

Besonders jüngere Menschen haben oftmals nur wenig Interesse an der Politik  und können daher auch nicht immer unbedingt mit fundiertem Wissen glänzen. Genau das will die Bundeszentrale für politische Bildung nun ändern und setzt dafür auf die Privatsender, um diese politikferne Zielgruppe besser erreichen zu können. Wie der „Tagesspiegel“ am Mittwoch berichtete, fördert die durch Steuermittel finanzierte Bundeszentrale dafür verschiedene TV-Projekte, die den Menschen politisches Wissen näher bringen.

So profitiert beispeilsweise das ProSieben-Straßenquiz „Ahnungslos“ von dieser Unterstützung, bei dem das Moderatorenduo Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf mit versteckter Kamera auf nichtsahnende Kandidaten zugeht und ihnen politische Fragen stellt. Für jede richtige Antwort lässt der Sender 50 Euro springen. Doch nicht nur ProSieben bekommt Geld von der BPB, so hat beispielsweise auch der öffentlich-rechtliche WDR für das Format „Entscheidung im Unterricht“ von der Förderung profitiert.
 
Für die Bundeszentrale laufen Sendungen wie das ProSieben-Quiz unter die Kategorie Bildungsformate, wie BPB-Referentin Wiebke Kohl gegenüber dem Blatt erklärte. Nicht jeder kann mit traditionellen Politikangeboten angesprochen werden, eine Lücke, die man durch die privaten TV-Sender zumindest teilweise schließen zu können hofft. Denn die sogenannte politikferne Zielgruppe sehe im Vergleich zu besser ausgebildeten Altersgenossen überdurchschnittlich viel fern und könnte dadurch auch über dieses Medien erreicht werden. Populäre Akteure wie Joko und Klaas könnten dabei nur hilfreich sein, um das Interesse der Zuschauer zu wecken.
 
Anlässlich der im kommenden Jahr anstehenden Bundestagswahl will die Bundeszentrale für politische Bildung auch weitere Formate finanziell unterstützen und befindet sich dafür auch bereits in entsprechenden Gesprächen mit verschiedenen Produktionsfirmen. Während „Ahnungslos“ für ProSieben nach „Sido geht wählen“ bereits das zweite geförderte Projekt ist, hat man beim Kölner Privatsender RTL scheinbar kein Interesse an einer solchen Kooperation mit der BPB. [fm]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

6 Kommentare im Forum

  1. AW: BPB fördert Formate von Privatsendern mit Steuergeldern Ahh ja, politische Themen.... Joko und Klaas - Ahnungslos
  2. AW: BPB fördert Formate von Privatsendern mit Steuergeldern Soll das ein Scherz sein ? Ich denke der Staat darf sich nicht ins TV Geschehen einmischen ? Das sieht mir aber stark nach Abhängigkeit aus wenn die Sender dafür Geld erhalten. Als nächstes werden dann Forderungen von Staatsseite gestellt und der Sender somit quasi übernommen. Ich meine das geht gar nicht , dann auch noch bei den Asi TV Sendern. Will man noch mehr junge Leute zu den privaten Volksverdummungssendern locken und die Asi TV Sendungen salonfähig machen ? Da riecht für mich stark nach " Volk an die Glotze festketten und mit Blödsinn berieseln" Ich glaubs ja nicht das so etwas hier möglich ist.
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