BR erwartet 2012 Defizit – Sparkurs soll fortgesetzt werden

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Der Bayerische Rundfunk rechnet im kommenden Jahr mit sinkenden Gebühreneinnahmen und will deshalb seinen Sparkurs fortsetzen. Die Sendeanstalt erwartet ein Umsatzminus in Höhe von 37 Millionen Euro. Im Vorjahr betrug das Defizit noch 8,8 Millionen Euro.

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Zwar würde die Zahl der Gebührenzahler nicht mehr so stark zurückgehen, wie zuvor, dennoch drückten die fehlenden Beiträge auf das Ergebnis, teilte der BR am Donnerstag mit. Außerdem bleiben die Programm- und Sachkosten auf dem Niveau von 2009/2010 eingefroren. Darüber hinaus würden die Inflation und die branchenspezifischen Kostensteigerungen den finanziellen Handlungsspielraum ebenso einschränken, wie tarifvertragliche Verpflichtungen.

Weiterhin würde sich die umfangreiche Sportberichterstattung der ARD, unter anderem die Fußball-EM und die Olympischen Spiele, negativ auf die Bilanz auswirken, hieß es. Als weiteren Grund für den angegebenen Umsatzrückgang benannte der Sender die von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) festgelegte Verpflichtung der Sender, die Altersversorgung ihrer Mitarbeiter bis 2016 zu hundert Prozent durch Finanzmittel abzudecken.
 
Aus diesen Gründen habe sich das Defizit im Vergleich zum Vorjahr um 28,2 Millionen Euro erhöht. Daher wolle der BR seine Sparanstrengungen fortsetzen, ohne dabei die Programmqualität zu reduzieren. Zwar sei der Sender in den vergangenen Jahren bedachtvoll mit den Gebühreneinahmen umgegangen, dennoch mussten „finanzielle Reserven angezapft werden“, sagte Verwaltungsdirektor Lorenz Zehetbauer. Es bleibe abzuwarten, wie sich die Gebührenreform auf die finanzielle Situation auswirken werde. [rh]

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