Britischer Ex-Medienhüter prangert EU-Regulierungswahn an

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Der frühere Manager der britischen Medienaufsicht Ofcom, Stewart Purvis, sieht die nationale Medienindustrie durch den Regulierungswahn der EU in akuter Gefahr.

Purvis, der momentan einen Lehrstuhl für Journalismus an der London City University besetzt, sagte auf einer Konferenz der Royal Television Society am Freitagnachmittag in London, britische Medien müssten sich die Unabhängigkeit zurückerobern, die sie durch die Vorgaben der Europäischen Union eingebüßt hätten. Kritik übte er vor allem an der Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMS), die Fernsehwerbung und als „TV-ähnlich“ erachtete Video-on-Demand-Dienste im Internet reguliert.

Der Medienexperte schlug den Medienschaffenden den Rückgriff auf sogenannte „Sunset Clauses“ zu, um die vor einem Jahr durch die Richtlinie eingeführten Einschränkungen zu umgehen bzw. rückgängig zu machen. Auch die britische Regierung müsse diesbezüglich aktiv werden, um sich dem „Würgegriff“ der EU zu entziehen. Man müsse „Europa davon abhalten“, Großbritannien noch stärker an Rechtsvorschriften zu klammern und dort aktiv werden, wo die Regulierung schon zu weit gehe, sagte Purvis. [ar]

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2 Kommentare im Forum

  1. AW: Britischer Ex-Medienhüter prangert EU-Regulierungswahn an ... und was kritisiert nur nun genau? Jugendschutz?
  2. AW: Britischer Ex-Medienhüter prangert EU-Regulierungswahn an Steht doch in der Meldung: "Kritik übte er vor allem an der Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMS), die Fernsehwerbung und als 'TV-ähnlich' erachtete Video-on-Demand-Dienste im Internet reguliert."
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