Deutsche Welle und France Média Monde vertiefen Zusammenarbeit

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Deutsche Welle (DW) Intendant Peter Limbourg und Marie-Christine Saragosse, CEO und Vorsitzende von France Médias Monde (FMM) haben in Bonn in der DW-Zentrale die Stärkung der redaktionellen Zusammenarbeit bei europäischen Medienprojekten vereinbart.

FMM ist die Dachorganisation der französischen Auslandsmedien France 24, Radio France Internationale (RFI) und Radio Monte Carlo Doualiya (MCD).

So planen die Medienanstalten anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Mauerfalls mehrsprachige Koproduktionen zum Thema. Dabei ist eine Verbreitung über die sozialen Netzwerke geplant, um auch junge Menschen erreichen.

Neue Wege der Zusammenarbeit sollen auf der zweiten Ausgabe des Pariser Friedensforums im November oder der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar nächsten Jahres ausprobiert werden. So soll es zum Beispiel gemeinsame Redaktionsteams vor Ort geben.

Die Berichterstattung im Mai über die jüngsten Europawahlen war aus Sicht der Verantwortlichen ein erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt. So gab es im Vorfeld der Wahlen mehrere von France 24 und DW koproduzierte Fernsehdebatten in Brüssel und Berlin. France 24 und DW produzierten in dieser Zeit den investigativen Bericht „Europawahlen: Wenn Russland sich einmischt“ und eine Reihe von Web-Videos über Erstwähler aus EU-Ländern.

Beide Medienhäuser haben außerdem gemeinsam die digitale Plattform „Enter!“ weiterentwickelt, auf der sie mehrsprachige Informationen für junge Menschen in Europa bereitstellen. Damit wird zugleich eines der im deutsch-französischen Vertrag von Aachen festgelegten Ziele umgesetzt.

Im März 2017 hatten FMM und DW zusammen mit der italienischen Nachrichtenagentur Ansa und mit Unterstützung der Europäischen Kommission das Portal „InfoMigrants“ ins Leben gerufen. Es liefert zuverlässige Informationen in fünf Sprachen (Arabisch, Englisch, Französisch, Paschtu und Dari). Die EU-Kommission wird dieses Projekt ein weiteres Jahr finanzieren.

Daneben sind beide Sender auch am türkischsprachigen Youtube-Kanal +90 beteiligt, der im April online ging. Aktuell hat das Angebot rund 140.000 Abonnenten. In Zukunft wollen die Medienhäuser entschlossen gemeinsam gegen die Verbreitung von Falschmeldungen und jegliche Formen der Manipulation vorgehen, indem sie unabhängige und ausgewogene Informationen bereitstellen. [jrk]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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