Deutschlandstart: Netflix hält sich bedeckt – Start im Frühjahr?

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Netflix hat den jüngsten Berichten um einen geplanten Deutschlandstart des VoD-Portals widersprochen. Das Statement lässt jedoch Platz für vielseitige Interpretationen – ein handfestes Dementi sieht anders aus.

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Nach den jüngsten Berichten um den geplanten Deutschlandstart von Netflix hat der VoD-Anbieter am Donnerstag Stellung genommen. Gegenüber der Website „OneTVMag“ sagte Netflix-Kommunikationschef Joris Evers, dass es zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht wäre, über ein Engagement von Netflix in Deutschland zu diskutieren. Weiterhin sagte er: „Wir haben zwar gesagt, dass wir später in diesem Jahr weiter in Europa expandieren wollen, aber keine Aussage darüber getroffen, wo in Europa“.

Am Dienstag hatte das US-Portal „Gigaom“ aufgrund von Stellenausschreibungen für deutschsprachige Mitarbeiter vermutet, dass Netflix den baldigen Deutschlandstart plane. Im Vorfeld des Starts in den Niederlanden waren im Mai 2013 ebenfalls Stellenausschreibungen mit entsprechenden Sprachkenntnissen vorausgegeangen. Mitte Juni gab es dann eine offizielle Ankündigung für das niederländische Netflix, die jedoch keinen Starttermin nannte. Mitte September startete das VoD-Angebot in den Niederlanden dann ohne weitere Vorankündigung.
 
Das Statement von Netflix-Sprecher Evers scheint zwar einen unmittelbaren Start auszuschließen, darüber hinaus wirkt die Aussage aber alles andere als Stichhaltig. Sofern Netflix in Deutschland starten möchte, dürfte zudem Eile geboten sein. 2013 hat sich der Markt massiv verändert: Nicht nur die Nutzung stieg massiv an, sondern es gab auch eine neue Vielfalt von namhaften Anbietern, die bereits aggressiv versuchen ihre Marktanteile zu sichern und auszubauen.
 
Unter Berücksichtigung dieser Situation und der Historie des Starts in den Niederlanden wäre ein Start im 2. Quartal 2014 als realistisch einzustufen, sofern Netflix den Markteintritt tatsächlich beabsichtigt. Aufgrund der speziellen und komplexen Rechtesituation könnte es jedoch auch möglich sein, dass der internationale VoD-Gigant den deutschen Markt nur für die Vermarktung seiner eigenen Inhalte über andere Anbieter erschließen möchte.

[hjv]

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