DFL-Vorstand: Sport muss wichtiger sein als Medienrummel

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Zwischen Chancen und Risiken: Die neuen Medien eröffnen dem Sport neue Möglichkeiten, es gelte jedoch zu beachten, dass der Sport selbst dabei nicht in den Hintergrund rückt, mahnte DFL-Vorstand Heribert Bruchhagen nun auf den Medientagen München. Man dürfe nicht zum Zirkus werden.

Die digitalen Medien werden immer wichtiger – auch im Bereich des Sports. Welche Chancen und Risiken dieser digitale Wandel für die Sportberichterstattung  birgt, wurde am Mittwoch auch im Rahmen des Panels „Sport und Medien: Kapitulation vor Quote, Knete und den allgemeinen Marktgesetzen?“ auf den Medientagen München diskutiert. Dabei waren sich die Teilnehmer im Grunde einig, dass sich im Grunde für alle Sportarten – egal ob populär oder nicht – neue Chancen eröffnen.

Der Fußball nimmt an dieser Stelle klar die Position des Platzhirschs ein und profitiert dadurch auch vom digitalen Wandel in den Medien, der gerade das Internet immer wichtiger werden lässt. „Auch online stehen die anderen Sportarten im Schatten es Fußballs“, konstatierte Mark Ludwig von der Deutschen Sporthochschule Köln. Das heiße aber nicht, dass sich der Fußball nicht weiterentwickeln müsse. So mahnte der DFL-Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen, dass die neuen Medien und das ganze Drumherum nicht im Vordergrund stehen dürften. „Wir müssen das Elementare unseres Sports bewahren, wir dürfen nicht zum Zirkus werden“, so Bruchhagen auf dem Panel.
 
Auch Martin Michel von Sky Media Network pflichtete dem DFL-Vorstand bei, dass ein „bisschen Chichi“ rund um die Akteure wichtig und auch notwendig sei, man dürfe aber eben nicht übertreiben. Andernfalls könnten die Identifikationsmöglichkeiten des Zuschauers leiden, die durch die Medien ja auch aufgebaut werden.
 
An dieser Stelle sehen auch andere Sportarten das große Potential. „Wir wollen in den Medien gute Geschichten erzählen, wir wollen eigene Helden kreieren“, so Jan Pommer, Geschäftsführer der Beko Basketball Bundesliga. Durch solche Helden, die die Zuschauer abzusprechen vermögen, bietet sich dann auch für kleinere Sportarten die Möglichkeit, in ihrer Präsenz weiter nach oben zu gelangen, wie Wolfgang Kuffner, Marketingleiter der Brauerei Erdinger Weißbräu, ergänzte. Beim Biathlon oder auch beim Thriathlon habe man dadurch schon große Erfolge feiern lassen. [fm]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

6 Kommentare im Forum

  1. AW: DFL-Vorstand: Sport muss wichtiger sein als Medienrummel Der Zirkusdirektor sagt, dass man nicht zum Zirkus werden dürfe. Find ich schon etwas eigenartig. Strotti
  2. AW: DFL-Vorstand: Sport muss wichtiger sein als Medienrummel Ich musste auch ein wenig lachen, als ich die Meldung las
  3. AW: DFL-Vorstand: Sport muss wichtiger sein als Medienrummel Man weiß nicht ob man darüber (mit) lachen soll, oder gar aggressiv eine ohrfeigen soll für so eine Erhabenheit. Kaiser Fußball wird doch schon längst auf der Sänfte getragen! Was wollen die noch??? Größenwahnsinnig und verstandlos sind die geworden. Die Aussage macht es schon zum Zirkus! Wie gesagt, ich bin auf 2018 gespannt, wenn für sky die nächste Bieterrunde ansteht und es noch teurer wird! Ob ich dann allerdings noch dabei sein werde um das mitzufinanzieren hängt stark von sky ab und nicht vom DFL. Wenn sky denen so in den Allerwertesten kriecht will ich in keinem stinkenden Umfeld sein!
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