Digital+: PVR und Multiroom helfen spanischem Pay-TV-Patienten

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Die spanische Satellitenplattform Digital+ ist dank Multiroom-Abonnements und der erfolgreichen Vermarktung digitaler Videorekorder trotz erneut rückläufiger Kundenzahlen mit einem blauen Auge davongekommen.

Zum Stichtag 30. September verwies der Eigentümer Prisa auf 1 772 677 Abonnenten. Im vergangenen Quartal hatten noch 1 899 216 Kunden die Bezahlangebote des Anbieters genutzt. Damit verbuchte Digital+ eine traurige Rekordserie: Seit elf Drei-Monats-Zeiträumen in Folge musste in der Bilanz ein Kundenschwund ausgewiesen werden. Der Umsatz ging um 9,5 Prozent auf 688,67 Millionen Euro zurück.

Das Management von Digital+ zeigte sich trotzdem zufrieden, weil die Kündigungsrate im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent zurückging. Hätten in jüngster Vergangenheit abgeschlossene Vermarktungsabkommen mit den Unternehmen Jazztel, Telecable und Orange früher gegriffen, wäre die Entwicklung noch positiver verlaufen, hieß es in einer am Montagabend vorgelegten Bilanzpressemitteilung.

Der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde (ARPU), der in der Branche als wichtiger Kennwert gilt, stieg um 4,7 Prozent auf 41,10 Euro. 245 940 Abonnenten (13,9 Prozent) nutzen den digitalen iPlus-PVR-Rekorder. Allein seit Jahresbeginn wurden 150 000 Geräte an den Kunden gebracht. Außerdem schlossen 104 023 Haushalte ein aufpreispflichtiges Multiroom-Abo für die parallele Nutzung in mehreren Räumen des Hauses ab.

Digital+ wird über die Satellitenpositionen 19,2 Grad Ost (Astra) und 30 Grad West (Hispasat) mit Nagravision-3-Codierung verbreitet. Die Plattform ging aus einer Fusion der Konkurrenten Canal Satelite Digital und Via Digital hervor.

Aktuell plant der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi mit seiner Mediaset-Gruppe einen Einstieg beim Mutterkonzern Prisa. Für 1,05 Milliarden Euro will die Mediaset-Tochter Telecinco unter anderem 22 Prozent der Digital+-Anteile übernehmen. Das Vorhaben muss zunächst noch von den Kartellbehörden abgenickt werden. Auf Prisa drückt eine Schuldenlast von rund fünf Milliarden Euro. [ar]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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