Digitalisierung: Telekom fordert Bildungsoffensive

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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In der weiter voranschreitenden Digitalisierung verliert Deutschland nach Ansicht von Telekom-Personalchef Christoph Illek immer mehr an Boden und droht seine Zukunft aufs Spiel zu setzen. Daher fordern die Bonner eine engere Verzahnung von Bildung und Wirtschaft.

Ein zehnter Platz Deutschlands im Ranking der europäischen digitalen Leistungsfähigkeit lässt die Deutsche Telekom Alarm schlagen. Christoph P. Illek, Personalvorstand beim Bonner Unternehmen, sieht die Gefahr, dass Deutschland als Wissenschaftsgesselschaft versagen und somit seine Zukunft verspielen könnte.

Dabei geht es Illek nicht nur um strukturelle Entwicklungen, sondern besonders um die Menschen, die den digitalen Wandel vorantreiben sollen. „Menschen müssen nicht nur an der Digitalisierung teilhaben, sondern sie sollten auch in der Lage sein, etwas zu den damit verbundenen Wertschöpfungsprozessen beizutragen“, lässt der Personalchef in seinem Aufruf auf der Telekom-Homepage verlauten.
 
Dabei sieht er in erster Linie die Politik gefordert, bereits bei der Bildung die Weichen zu stellen. „Die Ausbildung an unseren Schulen und Universitäten ist nicht mehr zeitgemäß und nicht marktgerecht. Viele Lehrpläne in Deutschland sind veraltet und müssen dringend reformiert werden“, führt Illek aus. Er fordert eine Bildungsoffensive, welche Bildungseinrichtungen und Wirtschaft enger verzahnen soll und fordert als Anfang die Einführung von Informatik als Pflichtfach an den Schulen.
 
Damit sollen langfristig auch die Arbeitsbedingungen verbessert und die Menschen von „Monotonie und Unterforderung“ erlöst werden. Wobei Illek auch zugibt, dass der digitale Wandel viele Arbeitsplätze vernichten wird, widerspricht aber auch Kritikern, welche die Digitalisierung als Entmenschlichung von Arbeit sehen. [buhl]

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